CineCouch – Folge 279: M

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Niels

Hallo zusammen!

Seit etwas längerer Zeit wird es auf der CineCouch mal wieder schwarz-weiß, 4/3 und deutsch. Michi, Niels und Jan versuchen sich auch gedanklich ein wenig ins Jahr 1931 zurück zu begeben, denn das Meisterwerk M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER von Fritz Lang bezieht sich kritisch auf das damalige Gesellschaftsbild in einer fiktiven Kindermörder-Jagd-Erzählung. Langs erster Tonfilm sorgt nicht nur anhand seiner Geschichte für unglaublich viel Gesprächsstoff, sondern auch aufgrund der hervorragenden audio-visuellen Gestaltung. Zudem wird zum Beispiel eingehend über die mögliche Bedeutung des Endes diskutiert. Auch wenn der Film bald hundert Jahre alt wird, hat er erstaunlicherweise in einigen Punkten nicht an Aktualität verloren. Warum dies so ist und an welchen Szenen wir vielleicht doch Kritik finden konnten, hört ihr im Podcast.

Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 278: Event Horizon

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Hallo zusammen!

Zu Ehren des diesjährigen #H20rrorctober haben wir die Köpfe zusammengesteckt und einen etwas außergewöhnlicheren Horrorfilm ausgewählt. Wir reisen zurück ins Jahr 1997. Die CineCouchler sind noch im Kindergarten, während Paul W.S. Anderson bereits mit der Video-Spiele-Verfilmung MORTAL KOMBAT Erfolg feierte und nun mit dem sehr ambitionierten Sci-Fi-Horror-Mix EVENT HORIZON anknüpfen will. Herausragende Schauwerte treffen auf tolle Schauspieler in einem interessanten Setting, mit viel Gore (also, am Ende ja doch nicht so viel Gore). Ob und wie diese eigentlich hervorragend klingende Mischung funktioniert, darüber streiten sich in dieser Folge Jan, Niels und Michi.

Einerseits kultiger, teils innovativer Horror-Spaß, andererseits schlecht zusammengefügter Ideen-Klau mit vielleicht verheerenden Postproduktionsproblemen. EVENT HORIZON hat bei uns für überraschend viel Gesprächspotential gesorgt – vielleicht hätten wir uns das bei einem Paul W.S. Anderson-Film aber auch denken können.

Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 277: I’m Thinking of Ending Things

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Hallo zusammen!

Netflix brüstet sich gerne damit, dass das Streamingportal mit seinen eigenen Produktionen den Filmschaffenden (volle) künstlerische Freiheit (und ganz nebenbei noch einen dicken Scheck) bietet. Für den einstigen Drehbuchautor und Vertreter des “mindfuck” Charlie Kaufman scheint Netflix unter diesen Gesichtspunkten der richtige Hafen zu sein, zumal in Corona-Zeiten ohnehin Kinoauswertungen in den Hintergrund der Branche rücken.

Mit I’M THINKING OF ENDING THINGS verfilmt Kaufman nach eigener Adaption den gleichnamigen kanadischen Roman auf seine ganz eigene Weise: Realität, Fantasie und Gedankenwelt verschwimmen und durchmischen sind. Und eines ist Kaufmann damit ganz sicher gelungen: Dieser Film verlangt seinen Zuschauer/innen einiges ab, vor allem Konzentration. Ob ihm dabei auch der Rest zu einem richtigen guten Film gelingt, darüber diskutieren Jan und Niels in dieser Folge.

Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 276: Insomnia (Schlaflos)

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Hallo zusammen!

Während TENET in aller Munde ist, nehmen wir den Kinostart zum Anlass, um mal über einen etwas weniger bekannten Film von Christopher Nolan zu sprechen. INSOMNIA von 2002 macht durch seinen illustren Cast von Oscar prämierten Darsteller*innen durchaus eine gute Figur auf dem Cover. Al Pacino als schlafloser Cop, Hillary Swank als junge Polizistin und Robin Williams in ungewohnter Rolle. Die Schauspieler*innen werden durch die nicht-unter-gehende Sonne des fiktiven Städtchens in Alaska in bestes Licht gerückt.

Das Remake eines norwegischen Thrillers von 1997 hat Jan und Michi durchaus gefallen, einige der zentralen Szenen greifen sie besonders hervor, aber natürlich drücken wir uns auch nicht vor kritischen Bemerkungen.

Kennt ihr den Film oder kann euch Nolan ohnehin gestohlen bleiben? Sagt es uns in den Kommentaren!

Viel Spaß bei der Folge!

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CineCouch – Folge 275: Aliens (Aliens – Die Rückkehr)

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Hallo zusammen!

Die Sommerpause auf der CineCouch hat etwas länger als geplant angedauert, aber dafür melden wir uns zurück, da ballert es, was das Zeug hält. Immerhin ganze sieben Jahre musstet ihr, liebe Hörer*innen, nicht warten wie einst die Fans von Ridley Scotts ALIEN. Denn so lange dauerte es, bis 20th Century Fox eine Fortsetzung zum Horror-Sci-Fi-Hit nachlegte, mit keinem geringeren auf dem Regiestuhl als TERMINATOR-Regisseur James Cameron.

Jan, Michi und Niels haben sich die 153 Minuten lange Special Edition von ALIENS angesehen und diskutieren über die Vorzüge der längeren Fassung, die insbesondere den Themen von Mutterschaft, Kapitalismuskritik und Militär deutlich mehr Raum lässt. Gleichzeitig ist der Film pures 80er Jahre Kino und ein Paradebeispiel für (zumeist) gelungene Fortsetzungsarbeit, von dem sich das heutige Hollywood-Kino gerne eine Scheibe abschneiden darf.

Somit haben wir unsere ALIEN-Reihe im Übrigen auch fortgesetzt, die im vergangenen Horrorctober ihren Anfang nahm.

Viel Spaß beim Hören und wir freuen uns auf Euer Feedback!

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CineCouch – Folge 274: Portrait de la jeune fille en feu (Porträt einer jungen Frau in Flammen)

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Hallo zusammen!

Selten haben wir uns so auf eine Filmbesprechung gefreut, obwohl nur ein Drittel der CineCouch den Film bereits kannte. Das alleine zeugt von der Ehrerbietung, welche Céline Sciammas neuestem Film entgegengebracht wird. Und – das gleich vorweg – das Schwärmen wird bei uns nicht enden! Wir bitten schon fast um Verzeihung, dass wir recht zügig mehr über Filmtheorie und Konzepte des Films sprechen und diskutieren (insbesondere die Blickinszenierung und das Schlagwort “Female Gaze” seien hier schon einmal genannt). Aber wir hoffen, dass wir dennoch einen guten Überblick geben können, natürlich ohne Anspruch auf eine vollständige Besprechung von PORTRAIT DE LA JEUNE FILLE EN FEU.

Denn trotz zweistündiger Besprechung von Bildern, Musik, Kunst und Liebe streifen wir nur die dargestellten Lebensrealität von Frauen Mitte des 18. Jahrhunderts, inklusive Freiheits- und Gleichberechtigungsthemen sowie der weiblichen Selbstbestimmung über ihre Körper. Aber dazu bieten eigene Gespräche ja über den Podcast hinaus noch genug Anlass. Viel Spaß beim Hören!

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CineCouch – Folge 273: Hustlers

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Hallo zusammen!

In dieser Folge widmen wir uns mit HUSTLERS einem Film, der für den beginnenden Wandel in Hollywood steht, vermehrt auf Frauen vor und hinter der Kamera zu setzen. Drehbuch-Fachfrau und Regie-Debütantin Lorene Scafaria inszeniert ein Gangster-Drama im Stripclub-Milieu mit Constance Wu und Jennifer Lopez, die nach Meinung einiger Kritiker sogar einen Oscar verdient gehabt hätte! Der auf wahren Begebenheiten beruhende Film führt uns zu unterschiedlichsten Themen: Martin Scorsese, Poledance, Geschlechterrollen, Kapitalismus und Kim Kardashian sind allesamt enthalten. Wie wir diesen Bogen schlagen? Reinhören!

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CineCouch – Folge 272: Magnolia

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Hallo zusammen!

Acht Geschichten. Ein Tag. Ein Ort. Und viel Drama!
Das 20. Jahrhundert geht zu Ende und wie so viele (US-amerikanische) Filme dieser Zeit, scheint auch MAGNOLIA von “Wunderkind” Paul Thomas Anderson ein besonderes Gespür für die damalige gesellschaftliche Lage zu haben. Unter anderem geht es um dysfunktionale, ja ödipale Beziehungen. Tom Cruise darf als Verkörperung toxischer Maskulinität auftreten. Die TV-Stars und Medienmogule gehen fremd und irgendwie suchen alle nach ein und demselben: Liebe.

Nach dem Kritikerliebling BOOGIE NIGHTS von 1997 wollte Paul Thomas Anderson mit seinem Ensemble (u.a. Phillip Seymour Hofmann, Julianne Moore und John C. Reilly) einen kleinen Film schreiben und drehen. Das 200-seitige Drehbuch mit den verschiedenen Handlungssträngen wurde zu einem riesigen Projekt und scheint ebenso Relikt einer vergangenen Zeit zu sein, als Filmstudios ihren Regisseuren freie Hand ließen (PTA hatte u.a. das Recht des letzten Worts bei der Schnittfassung eingeräumt), ein finanzielles Risiko einzugehen.

Geblieben ist ein von Filmkritikern schon damals häufig als bester Film des Jahres geltendes Fazit, umjubelte Premieren, drei Oscar-Nominierungen und der Goldene Bär auf der Berlinale 2000 für Anderson. Ein 188-minütiges Krebsdrama und vieles mehr. Ein Film, der besprochen werden muss.

Viel Spaß beim Ergebnis.

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CineCouch – Folge 271: Amer [Gast: Arne/Enough Talk!]

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Niels

Hallo zusammen!

Es ist mal wieder Zeit für italienische Genrefilme und da nimmt natürlich Arne neben Niels auf der Couch Platz! Wir kommen diesmal im 21. Jahrhundert an und sprechen über die Giallo-Hommage AMER des belgischen Filmemacher-Duos Hélène Cattet und Bruno Forzani.

Ihr Spielfilm-Debüt AMER spiegelt den Stil seiner Vorbilder aus den 60ern und 70ern überraschend werkgetreu, verfolgt aber narrativ einen ganz anderen Ansatz: In drei Episoden wird im weitesten Sinne von der erwachenden Sexualität der Hauptfigur Ana erzählt – in der Kindheit, Adoleszenz und im Erwachsenenalter. Im weitesten Sinne, weil es in diesem Experimentalfilm kaum Dialoge oder eine klassische Handlung gibt, dafür aber reichlich Stoff für Interpretationen á la David Lynch. Arne kommt damit besser zurecht als Niels, sodass das abschließende Urteil unterschiedlich ausfällt. Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 270: Il Conformista

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Hallo zusammen und viel Spaß mit Bernado Bertoluccis “Der Große Irrtum” bzw. “Der Konformist”!

Weil die 10er-Folgen ja immer etwas besonderes sind, haben sich Jan, Michi und Niels zur Folge 270 einen Film des Jahres 1970 ausgesucht: Mit IL CONFORMISTA sprechen wir über einen Klassiker, der vor allem dank Vittorio Storaros herausragender Kameraarbeit Legendenstatus besitzt. Eine Faschismus-Studie über Marcello Clerici (Jean-Louis Trintignant), der im Italien des Jahres 1938 auf einen Mord an seinem antifaschistischen ehemaligen Professor angesetzt wird. Was treibt so einen Menschen an?

Und was soll man sagen: Der Film ist ein einmaliges, forderndes Werk, das Soziologie, Psychologie, Sexualität und Philosophie verbindet, verschiedene Genre-Anleihen kreuzt, unterstützt durch seine Struktur und Kameraarbeit zu vielfältigen Interpretationen einlädt und sich letztlich kaum greifen lässt. Wir versuchen uns dennoch in einer Annäherung.

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