CineCouch – Folge 271: Amer [Gast: Arne/Enough Talk!]

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Hallo zusammen!

Es ist mal wieder Zeit für italienische Genrefilme und da nimmt natürlich Arne neben Niels auf der Couch Platz! Wir kommen diesmal im 21. Jahrhundert an und sprechen über die Giallo-Hommage AMER des belgischen Filmemacher-Duos Hélène Cattet und Bruno Forzani.

Ihr Spielfilm-Debüt AMER spiegelt den Stil seiner Vorbilder aus den 60ern und 70ern überraschend werkgetreu, verfolgt aber narrativ einen ganz anderen Ansatz: In drei Episoden wird im weitesten Sinne von der erwachenden Sexualität der Hauptfigur Ana erzählt – in der Kindheit, Adoleszenz und im Erwachsenenalter. Im weitesten Sinne, weil es in diesem Experimentalfilm kaum Dialoge oder eine klassische Handlung gibt, dafür aber reichlich Stoff für Interpretationen á la David Lynch. Arne kommt damit besser zurecht als Niels, sodass das abschließende Urteil unterschiedlich ausfällt. Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 270: Il Conformista

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Hallo zusammen und viel Spaß mit Bernado Bertoluccis “Der Große Irrtum” bzw. “Der Konformist”!

Weil die 10er-Folgen ja immer etwas besonderes sind, haben sich Jan, Michi und Niels zur Folge 270 einen Film des Jahres 1970 ausgesucht: Mit IL CONFORMISTA sprechen wir über einen Klassiker, der vor allem dank Vittorio Storaros herausragender Kameraarbeit Legendenstatus besitzt. Eine Faschismus-Studie über Marcello Clerici (Jean-Louis Trintignant), der im Italien des Jahres 1938 auf einen Mord an seinem antifaschistischen ehemaligen Professor angesetzt wird. Was treibt so einen Menschen an?

Und was soll man sagen: Der Film ist ein einmaliges, forderndes Werk, das Soziologie, Psychologie, Sexualität und Philosophie verbindet, verschiedene Genre-Anleihen kreuzt, unterstützt durch seine Struktur und Kameraarbeit zu vielfältigen Interpretationen einlädt und sich letztlich kaum greifen lässt. Wir versuchen uns dennoch in einer Annäherung.

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CineCouch – Folge 269: Brokeback Mountain #oWestern

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Hallo zusammen und frohe Ostern!

Jan, Michi und Niels streifen ganz unserer Tradition folgend durch Steppen und den wilden Westen. Nun ja, zumindest haben wir uns mit BROKEBACK MOUNTAIN einen Film ausgesucht, der den “gay cowboy” zum geflügelten Wort werden ließ und gleich nach MISSISSIPPI BURNING wieder mal ein heißes Eisen anfasst – ohne jedoch in die gleich Fettnäpfchen zu treten freilich. Ang Lee’s Verfilmung einer Kurzgeschichte über zwei Schafhirten, die sich am zurückgelegenen Titel gebenden Brokeback Mountain ineinander verlieben, darf als Meilenstein angesehen werden. Denn im ur-amerikanischsten aller Genres, den Western die Protagonisten homosexuell sein zu lassen, das ist schon eine Nummer.

Wir hangeln uns in dieser Folge anhand prägnanter Szenen des wundervoll fotografierten und zum niederknien grandios gespielten Films an Themen und dem Spiel mit dem Western-Genre ab, wagen Analysen und Interpretationen und sind am Ende selbst ganz verzückt, wie gut der Handlung die Abarbeitung mit diesem Genre steht.

Wir wünschen euch frohe “oWestern”!

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CineCouch – Folge 268: Mississippi Burning

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Hallo zusammen!

Gebeutelt von schlechten Nachrichten in der Corona-Krise wollten wir eigentlich nur Abstand gewinnen und uns mal wieder (aus der Not eine Tugend machend) in der Filmgeschichte umschauen. Teils blauäugig haben wir uns auf MISSISSIPPI BURNING von Alan Parker aus dem Jahr 1988 geeinigt, vielfach Oscar-nominiert, auf der Berlinale uraufgeführt und mit Gene Hackman, Willem Dafoe und Frances McDormand blendend besetzt. Der US-Cop-Thriller ist aber tatsächlich harter Tobak, basierend auf wahren Begebenheiten. Eine erschreckende Geschichte über Angst, Hass und Rassismus. Doch über dem durchaus lobenswerten Ansatz des Films schwebt immer unsere große Frage: Heiligt der Zweck wirklich die Mittel? Und als wie gut bewerten wir eigentlich einen einwandfrei, ja exzellent gemachten Film angesichts einer durchaus fragwürdigen Adaption einer so diffizilen Thematik? Viel Gesprächsstoff also.

Wir wünschen viel Spaß!


Jan zitiert im Podcast mehrfach diese historische Filmkritik des Spiegel

Zuletzt war Jan übrigens mit Thomas von Schöner Denken beim Cinematic Smash Team Tournament im Einsatz.

Die CineCouch sprach in Folge 231 über Spike Lees Film BLACKKKLANSMAN über amerikanischen Rassismus und den KKK

Trailer:

CineCouch – Folge 267: The Invisible Man

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CineCouch – Folge 266: Commando

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Hallo zusammen!

In dieser Folge melden sich Niels und Michi zu Wort, da Jan ein wenig im Stress festhing. Macht aber nichts, denn die beiden haben sich einen sehr unterhaltsamen Arnie-Action-Bombast rausgesucht, der vielleicht inhaltlich eh nicht so unfassbar viel für eine Besprechung zu dritt hergehalten hätte. Oder doch? Immerhin wurde die Folge doch fast so lang wie der Film selbst.

Die 80er waren eine Hochphase des Actionfilms mit viel Schweiß, Muskeln, mehr oder weniger coolen Sprüchen, Waffen und jeder Menge Handlanger, die besiegt werden mussten. Unser Held der Stunde kann da natürlich niemand geringeres sein als der Barbar, der Terminator, Mister Universum persönlich: Arnold Schwarzenegger. Da weiß man eigentlich schon genau, was man von COMMANDO (dt. Das Phantom Kommando, USA 1985, R: Mark L. Lester) geboten bekommt. Der vormals indizierte Prototyp reaktionären Action-Geballers ist einerseits großartig-stumpfe Unterhaltung, die natürlich inhaltlich mit etwas Vorsicht zu genießen ist. Aber es bleibt halt fucking COMMANDO. Nuff said.

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CineCouch – Folge 265: 1917

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Hallo zusammen,

es hat ein wenig gedauert, aber nun sind wir auch zurück und damit angekommen im Jahr 2020. Und doch geht es inhaltlich zurück ins 20. Jahrhundert, zur Adaption der Anekdoten von Alfred Mendes. Dieser ist der Großvater väterlicherseits des britischen Film- und Theaterregisseurs Sam Mendes, Oscar-prämiert, zuletzt Bond-Regisseur und nun zum zweiten Mal im Genre des Kriegsfilms unterwegs (nach JARHEAD, 2005). Zum ersten Mal hingegen hat der Regisseur auch am Drehbuch, an der Seite von Krysty Wilson-Cairns mitgewirkt.

Wie der Titel verrät setzt uns 1917 zurück in den Ersten Weltkrieg, den Stellungskrieg in Nordfrankreich, wo sich die jungen Soldaten Blake und Schofield einem gefährlichen Auftrag gegenübersehen, von dessen Gelingen rund 1.600 Leben britischer Soldaten abhängen, darunter auch Blakes älterer Bruder. Inspiriert wurde Mendes dabei von den Geschichten seines Großvaters, der im Ersten Weltkrieg in der Armee diente. Nicht nur umfasst der Film (in kleinen Rollen) große britische Stars (Colin Firth, Mark Strong, Andrew Scott und Benedict Cumberbatch), sondern auch zum Beispiel den Kamera-Altmeister Roger Deakins. Auf beeindruckende Art wurden die Sets unter freiem Himmel eng auf die Handlung und Dialoge abgestimmt, da der Film durch unsichtbare Schnitte einen 110 minütigen One Take erzeugt. Audiovisuell hat uns der Film allesamt gepackt. Doch frei von Kritik sind wir im neuen Jahr nicht.

Ob der zehnfach Oscar-Nominierte zurecht Preise und hohe Kritik einheimst oder es sich doch um einen eher typischen Kriegsfilm im pompösen Gewand handelt, erfahrt ihr in dieser Folge.

Wir freuen uns auf Euer Feedback!

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CineCouch – Folge 264: Star Wars Episode IX: The Rise of Skywalker

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Hallo zusammen und ein frohes Weihnachtsfest!

Die CineCouch verabschiedet sich mit der unvermeidlichen Episode zum Abschluss der Skywalker-Saga und der ersten Star Wars-Trilogie unter Disney aus der 2010er-Dekade. Leider nur zu zweit mit Jan und Niels, weil Michi ihre Stimme schonen musste. Dennoch ist ein durchaus ergiebiges Gespräch mit zwei nicht konträren, aber doch unterschiedlichen Ansichten auf EPISODE IX dabei herausgekommen. Wir beginnen mit einem spoilerfreien Gesamteindruck der vorangegangenen Filme und unseren ersten Gedanken zum Abschluss der Reihe. Nach gut 30 Minuten geht es dann ans Eingemachte.

Wir diskutieren insbesondere die Charakterentwicklungen der neuen Hauptfiguren der Episoden 7 bis 9, welche Szenen uns besonders gut und schlecht aus RISE OF SKYWALKER im Gedächtnis bleiben und insbesondere über die Entscheidungen, die die Reihe nach dem hitzig diskutierten 8. Teil von Riad Johnson, nun wieder zurücknimmt. Und natürlich sprechen wir auch noch einmal über die Trilogie als Ganzes.

Eine Menge Gesprächsstoff also, bei dem wir mit Lichtgeschwindigkeit die drei Stundenhürde genommen haben. Wir hoffen, zwischen den Jahren kommt euch diese CineCouch-Folge also gerade recht.

Wir alle wünschen euch noch ein Frohes Fest und kommt gut in das neue Jahrzehnt!

Bis 2020, eure CineCouch.

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CineCouch – Folge 263: Se7en

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Hallo zusammen!

Einige von euch haben es vielleicht mitbekommen, die CineCouch ist am 5. Dezember 2019 stolze 7 Jahre alt geworden, also nun eingeschult, wie Daniel vom Spätfilm so pointiert auf Twitter zum Besten gab. Anlässlich dieser formidablen Zahl haben wir uns endlich einem der Regisseure genähert, über den wir unbedingt mal sprechen wollten – mussten: David Fincher.

Mit SE7EN, überhaupt erst seinem dritten Spielfilm hat der ehemalige Musikvideo- und Werbefilme einen modernen Klassiker hervorgezaubert. Eine durchdachte, melancholische Kriminalgeschichte wird zur Gratwanderung des Geschmacks, die Charaktere zum Spielball eines fanatischen Serienkillers und die Stadt zum Sinnbild einer verkommenen Welt. Mit Brad Pitt und Morgan Freeman in den Hauptrollen perfekt besetzt, entspinnt sich einer der pessimistischsten Ermittler-Plots der Filmgeschichte.

Und obendrein gibt es noch ein fulminantes Finale, einen (mittlerweile) unter der CineCouch umstrittenen Bösewicht und eine ganze Menge 1990er Jahre-Flair.

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CineCouch – Folge 262: The Wife [Gast: Ellie&Felicitas/Gutenbuchclub]

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Hallo zusammen!

Es ist eine besondere Folge, die wir euch präsentieren. Denn auf der CineCouch haben wieder einmal Gäste Platz genommen. Wobei vielmehr Jan zu Gast war. In einem Crossover-Podcast sprechen wir nämlich über ein Buch und seine filmische Adaption und wir empfehlen, zunächst rüber zu schalten in den Gutenbuchclub Podcast von Ellie und Felicitas. Dort haben wir zu dritt über Meg Wolitzers Roman “The Wife”, zu Deutsch “Die Ehefrau” gesprochen.

Im Anschluss haben wir dann die CineCouch-Episode aufgenommen, in der wir zunächst kurz abstecken, was wir von Literaturverfilmungen im Allgemeinen erwarten, bzw. was für Vor- und Nachteile die Übertragung von Schrift in das Audiovisuelle haben kann. Dann wühlen wir uns in den Film THE WIFE, zu Deutsch “Die Frau des Nobelpreisträgers”. Die hochkarätige Besetzung mit der famosen Glenn Close an erster Stelle zu nennen, Jonathan Pryce und Christian Slater ist dabei einer der Lichtblicke einer ansonsten mit großer Emotion und auch durchaus verschiedenen Meinungen gespickten Diskussion.

Wir hatten mit den beiden Podcasts auf jeden Fall eine Menge Spaß und hoffen, ihr habt eine unterhaltsame und informative Zeit mit diesem Cross-Cast.

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