CineCouch – Folge 50: Plansequenzen

Folge 50

Hallo zusammen!

Wir haben was zu feiern und lassen dafür sogar Knorken knallen! Nun ja, nicht ganz, unser Getränk hatte leider nur einen Schraubverschluss. Dennoch haben wir uns zu fünft gerne zusammengesetzt und ein wenig unser Jubiläum gefeiert. Dieses Mal durfte Michi das Thema der Folge bestimmen und ihre Wahl fiel auf Plansequenzen. Was das ist, wie die aussehen können und wie sie (auf uns) wirken – das erfahrt ihr in unserer neuesten Folge.

Viel Spaß!

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Und die Timecodes sind zurück:

0:00:00 – Begrüßung
0:07:48 – Definition: Was ist eine Plansequenz?
0:14:50 – CHILDREN OF MEN (a / b / c)
0:25:05 – A TOUCH OF EVIL
0:30:47 – Exkurs: NASHVILLE, KILL BILL VOL. 1, REAR WINDOW
0:36:15 – ATONEMENT
0:42:00 – Exkurs: Zur Auffälligkeit von Plansequenzen; Unsichtbarer Schnitt
0:47:57 – CARLITO’S WAY
0:51:30 – SHINING (Erwähnt werden ROOM 237, ROCKY und DER LETZTE MANN)

Steadicam: Erster Kinofilm-Einsatz in „Dieses Land ist mein Land (1976)“ von Hal Ashby, berühmter allerdings ist bis heute Avildsens „Rocky (1976)“ für einen der ersten Einsätze.

1:01:45 – Zeitraffung in REQUIEM FOR A DREAM (und A CLOCKWORK ORANGE)
1:11:04 – THE TALL MAN
1:15:15 – Theorie vs. Praxis: SCARFACE, MAGNOLIA, BOOGEY NIGHTS
1:19:35 – Morphing: SWEENEY TODD, HUGO CABRET
1:28:15 – CGI vs. Mise en Scène: GRAVITY
1:30:45 – Komplette Filme (fast) ohne Schnitt: ROPE
1:37:30 – IRREVERSIBLE
1:40:08 – KREUZWEG
1:41:20 – SECUESTRADOS
1:42:00 – RUSSKIY KOVCHEG
1:43:45 – LA CASA MUDA
1:49:30 – Kurzfilme & Musikvideos
1:51:00 – Spice Girls: Wannabe
1:53:45 – Taylor Swift: We are Never Ever Getting Back Together
1:54:50 – Linkin Park: Bleed it Out
1:56:15 – Cibo Matto: Sugar Water & Gary Jules: Mad World (Regie: Michel Gondry)
1:58:20 – OK Go: This Too Shall Pass (Der andere Song heißt „Here it Goes Again“)
1:59:30 – Youtube: BE KIND REWIND erfindet One Minute/One Take-Trend (Playlist)
2:02:30 – Serien: TRUE DETECTIVE
2:05:50 – Honorable Mentions: HARD BOILED, OLDBOY, Linklaters BEFORE-TRILOGIE
2:07:30 – Verabschiedung

5 Gedanken zu „CineCouch – Folge 50: Plansequenzen

  1. Danke für diese Folge! Seit „Children of Men“ achte ich in Filmen immer wieder auf lange Einstellungen ohne sichtbaren Schnitt und durch eure Liste habe ich jetzt wieder etwas Guck-Futter. 🙂

    Interessant fand ich auch die Diskussion über die theoretischen Fachsimpeleien. Als Nichtfilmwissenschaftler kannte ich den Unterschied zwischen Plansequenz und „normaler“ langer Einstellung nicht und er ist mir aus Zuschauerperspektive eigentlich auch egal. Ihr hattet es kurz angerissen, aber nicht final geklärt: gibt es aus filmtheoretischer Sicht einen Unterschied zwischen einem „echten“ long shot ohne Schnitt und solchen, wo durch Überblendung oder andere technische Mittel getrickst wurde? Ich wüsste jetzt spontan nicht, ob nicht letzteres sogar etwas schwieriger umzusetzen ist.

    Zum Abschluss noch zwei Videos zu dem Thema, die ich toll finde:

    „The Art of Steadicam“, wo es nicht direkt um lange Einstellungen geht, aber schön gezeigt wird, was mit der ruhigen Folgekamera so alles möglich ist.

    https://www.youtube.com/watch?v=oLFHdagIw6o „12 Best Long Takes in Film History“, wo die Szenen zwar teilweise gekürzt zu sehen sind, es aber noch einige Zusatzinfos gibt.

    • Erstmal danke fürs Hören und … äh… Bedanken 😀

      Deine Frage ist tatsächlich nicht ganz so leicht zu beantworten. So wie ich die Definition für einen „long take“ verstehe und deute, wird eine lange Einstellung aus der handwerklichen Perspektive gefasst: Sprich: Ein lange Einstellung entsteht am Set. Die technischen Spielereien, die für einen, nennen wir es mal, gefälschten „long take“ genutzt werden, sind erst im Nachhinein, am Computer oder Schnitttisch entstanden. Aus diesem Ansatz würde man filmanalytisch (Ich bezweifle, dass es zum Thema lange Einstellungen Theorien gibt, deswegen wähle ich diesen Ausdruck) eine Trennung der Begriffe verwenden, wobei ich nun auch keinen Gegenbegriff zu diesen technischen Spielereien kenne.

      Allerdings ist der Begriff der langen Einstellung eh nicht so ganz klar umrissen: Ab welcher Länge spricht man von einer „langen“ Einstellung, usw.

      Aber ich hoffe, ich konnte es so ungefähr beleuchten.

      Ach ja, deine Links sind sehr willkommen und auch an alle anderen Hörer eine klare Klick-Empfehlung!

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