Trailerpark Mai 2014

Trailerpark

Der Mai hat es manchen von uns nicht einfach gemacht ein paar interessante Trailer zu finden. Dennoch haben alle ihr Bestes gegeben und letztendlich präsentieren wir euch unsere Auswahl der besten Trailer dieses Monats!

Michis Trailer: KINGSMAN: THE SECRET SERVICE (IMDb)

Unter der Regie von Matthew Vaughn (KICK ASS, X-MEN FIRST CLASS) wird die Marvel Comic Serie “The Secret Service”, von Dave Gibbons (“Watchmen”) und Mark Millar (“Wanted”) verfilmt. Das klingt doch schon mal alles andere als langweilig!
Die Comics kenne ich nicht, aber der Trailer lässt vermuten, dass es sich um eine eigenwillige Mischung aus klassisch britischen Spionagefilm (man beachte Colin Firth) und Superhelden-Trainingslager ohne Superkräfte handelt. Obwohl nicht sehr viel von der Handlung gezeigt wird, hat man jetzt schon das Gefühl die stereotypen Charaktere durchschaut zu haben und somit die Geschichte vorhersagen zu können. Arroganter aber lustiger Junge wird von hartnäckigem Mentor dazu gebracht seine Stärken für das Gute einzusetzen. Obwohl niemand an den Jungen glaubt und seine Mitstreiter, bis auf ein weibliches, wahrscheinlich sehr hübsches Wesen, ihn mehr oder minder hassen, rettet er am Ende die Welt. Und irgendjemand wichtiges wird noch sterben. Irgendwie so?
Aber das muss gar nicht schlimm sein, wenn der Rest des Films gut gemacht ist und zu unterhalten weiß. Wenigstens die Erwartung habe ich.

dt. Kinostart: 16. Oktober 2014

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JansTrailer: WHAT WE DO IN THE SHADOWS (IMDb)

Ich habe es zwar noch nie geschafft, den angeblich witzigen neuseeländischen EAGLE VS. SHARK komplett zu sehen, aber deren Macher haben nun zumindest einen Trailer hingezaubert, der mich aufmerksam macht. WHAT WE DO IN THE SHADOWS ist ein Vampir-Film. Bevor ihr nun aber wegklickt und mich verteufelt – sie glitzern nicht, sie schmachten nicht! In Form einer Mockumentary wird die Wohngemeinschaft dreier Blutsauger gezeigt und deren Probleme, in Clubs zu kommen und was das untote Leben noch so alles für Querelen und Vorteile mit sich bringt. Dabei nimmt sich der Film in keinster Weise ernst, was auch fatal wäre.
Mit Indie-Charme, aber dennoch ganz ansehnlichen Effekten, scheint das Subgenre der Blutsauger mit mehr als nur einem zwinkernden Auge behandelt zu werden. In Sundance und Berlin lief der Film bereits auf Festivals. Klingt nach gutem Kontrastprogramm zu den Mainstream-Vampir-Streifen der vergangenen Jahre.

dt. Kinostart: 30. Oktober 2014

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Daniels Trailer: AS ABOVE, SO BELOW (IMDb)

Lang, lang ist’s es her, dass ich auf unserer Couch einen Trip durch die dunkleren Gefilde der menschlichen Psyche gewagt habe, warum also nicht mal wieder eine ordentliche Brise Horror in den monatlichen Trailerpark geben?
Da ihr mich wahrscheinlich am liebsten gleich steinigen würdet, so lasst mich wenigstens ein paar Worte dazu sagen und meine Entscheidung rechtfertigen. Ja, bei AS ABOVE, SO BELOW handelt es sich um einen Vertreter des Found Footage Genres. Und ja, dieses Subgenre hat völlig zurecht seinen schlechten Ruf weg. Trotz allem möchte ich diesem Film eine Chance geben, denn die Wackelkameraaufnahmen in Kombination mit panischer Platzangst, Urängste des Menschen heraufbeschworen durch die engen Höhlentrakte, welche mich nicht zuletzt vor allem atmosphärisch doch stark an THE DESCENT erinnern, können in der Gesamtheit ein stimmiges Bild abgeben. Natürlich sieht man bereits in den ersten Bildern dieses Trailers, dass es sich um eine recht günstige Produktion handeln muss. Die Tatsache, dass John Erick Dowdle als kreativer Kopf dahinter steckt, stimmt mich allerdings mehr als glücklich. Bereits sein kurzweiliges Horrorkunststück DEVIL wie auch QUARANTINE als Adaption der spanischen Gruselperle [REC] konnten schließlich die schattige Seite meines Herzens einen Ton höher schlagen lassen. Kurzweilig und unterhaltsam, mehr erwarte ich gar nicht.

dt. Kinostart: 28. August 2014

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Niels’ Trailer: THE SALVATION (IMDb)

Der Western ist das essenzielle uramerikanische Genre und wird zudem immer wieder totgesagt. Interessant ist, dass dennoch in den letzten Jahren einige vom Western inspirierte Filme und Serien erschienen sind, die sich jedoch meist stark von dessen ursprünglichen Kern unterscheiden. Beispielhaft seien hier NO COUNTRY FOR OLD MEN, DJANGO UNCHAINED und FIREFLY bzw. SERENITY genannt.
Selbst das fernöstliche Südkorea steuerte THE GOOD, THE BAD & THE WEIRD bei. Nun folgt mit Dänemark die nächste Nation, die man nicht unbedingt mit Prärie und Saloons verbindet. Der in Südafrika gefilmte THE SALVATION lief in Cannes mit beachtenswertem Erfolg und scheint den Geist des Westerns stärker zu atmen als die gerade aufgelisteten Vertreter. Verantwortlich zeichnet sich der international eher unbekannte Kristian Levring, der für das Drehbuch zum zweiten Mal mit Anders Thoman Jensen zusammenarbeitete. Dessen Name lässt aufhorchen: So unterschiedliche aber anerkannte Filme wie BROTHERS, AFTER THE WEDDING und ADAMS ÄPFEL stammen aus seiner Feder.
Der immer verlässliche Mads Mikkelsen spielt in THE SALVATION den dänischen Ex-Soldaten Jon, dessen Familie nach ihrer Migration nach Amerika im Planwagen überfallen und getötet wird. Jon sinnt auf Rache, was den örtlichen Gangstern um Jeffrey Dean Morgan und Ex-ManU-Fußballikone Eric Cantona gar nicht gefällt.
Klar ist also: Rache, check! Antiheld, check! Interessanter Cast, check!
Wer Lust auf frischen Wind im Western-Genre hat, ohne dass man sich zu weit von den Wurzeln entfernt, könnte mit dem eher klassischen THE SALVATION seine Freude haben.

dt. Kinostart: tba

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Pauls Trailer: IF I STAY (IMDb)

Ich habe kurz überlegt, ob ich euch hier und heute den doofen Trailer von HERCULES mit dem untalentierten Dwayne Johnson präsentiere. Dies aber auch nur, weil er ein Remix des Liedes “No One Knows” der Queens of the Stone Age beinhaltet, das zwar extrem cool, aber auch äußerst unpassend wirkt. Mach ich aber nicht. Stattdessen gibt es von mir einen gänzlich anderen Trailer. Ob es daran liegt, dass mich schon ein Film wie SEEKING A FRIEND FOR THE END OF THE WORLD zu Tränen rührte oder dass ich aufgrund meiner nahenden Bachelor-Deadline ohnehin emotionalisierter als sonst bin oder schlichtundergreifend aufgrund der Tatsache, dass Chloë Grace Moretz die Hauptrolle spielt, der Trailer spricht meine durch und durch männlichen und vollbärtigen Gefühle an. Der Film wird wohl so etwas wie ein transzendentes Liebesdrama. Wird die Liebesgeschichte von Mia Hall – verkörpert durch eben jene Chloë – doch jäh durch einen Autounfall unterbrochen, durch den Mia in ein Koma fällt. Zumindest ihr physisches Selbst. Als Geistererscheinung nimmt Mia jedoch all die Geschehnisse um ihr Krankenbett wahr, kann vermutlich aber keine Interaktion mit jeglichen Personen tätigen. Schließlich ist sie mehr oder weniger ein Geist. Logisch. Sieht auf jeden Fall traurig aus. Aber auch ein bisschen schön.

dt. Kinostart: 18. September 2014

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