CineCouch – Folge 70: Filmmonster

CineCouch #70 - Filmmonster

Hallo zusammen!

Ob Mensch, Maschine oder Ausgeburten aus der Hölle, in unserer neuen Spezial-Folge nehmen wir es mit Allem auf, frönen den Ängsten wie auch der Faszination, die von Monstern im Film ausgehen und beschäftigen uns feinsäuberlich mit der Frage: Was macht ein Monster eigentlich zu einem Monster?
Da wir es doch tatsächlich geschafft haben, Folge 70 überhaupt zu erreichen, gibt es zudem mal wieder die geballte Packung Infotainment aller fünf CineCouch-Veteranen, die zur Feier des Tages kuschlig eng auf der roten Couch Platz genommen haben und sogar mal wieder Timecodes für euch vorbereitet haben. Also anhören! Weil: Geil!

Viel Spaß!

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Timecodes:

0:00:20 Begrüßung
0:01:20 Themenvorstellung
0:04:40 Daniel stellt Fragen
0:19:10 Was sind überhaupt Monster?
0:29:20 Er ist böse, weil er böse ist
0:31:00 Das Böse in LORD OF THE RINGS
0:39:50 Zombies und Menschen
0:44:25 Was ist denn mit netten Monstern?
0:47:50 Liebende Monster
0:53:00 Mensch schafft Monster und gesellschaftliche Kritik
1:09:50 Gareth Edwards’ MONSTERS und auf welcher Seite stehen wir?
1:19:55 Keine Option auf Koexistenz?
1:27:05 Unsere jeweiligen Lieblingsmonster
1:37:20 Leider können wir nicht alles unterbringen
1:38:15 Daniel hat noch mehr Fragen!
1:39: 20 Peinliche Geständnisse
1:43:10 Es geht so langsam zu Ende
1:47:53 Schluss

6 Gedanken zu „CineCouch – Folge 70: Filmmonster

  1. Eine sehr unterhaltsame und interessante Folge, vielen Dank dafür.

    Ich wüsste jetzt nicht, welche Definition von Monster ich favorisieren könnte. Rein vom Aussehen her kann man sicher viele Wesen als Monster klassifizieren. Wenn man aber ein Verhalten als monströs bewertet, setzt man da Maßstäbe an, die abnormal und nicht-menschlich sind und so wieder auf die Monster zurückgreifen, die man optisch als nicht-menschlich und oft als animalisch klassifiziert. Fuchur ist zwar ganz klar nicht-menschlich, hat aber absolut ein (positives) menschliches Wesen. Deshalb ist er für mich kein Monster.

    Da die Definition aber ziemlich schwierig ist, sind hier meine Lieblingsmonster nach Fallgruppen sortiert:

    gruseligstes Monster aus phänotypischer Sicht: Der Pale Man aus “Pan’s Labyrinth”. Die Augen in den Händen fand ich schon ziemlich grauselig.

    gruseligstes Monster hinsichtlich des Verhaltens bzw. der Motivation: da fallen mir viele menschliche Charaktere in Filmen ein, die Grausames in verschiedenster Form verüben. Wie von euch schon angemerkt, trifft das auf nichtmenschliche Monster eher selten zu, die tun halt, was sie tun, ohne feindliche Motivation. In diese Gruppe könnte man auch den Lagerkommandanten (und andere) aus “Schindlers Liste” stecken. Oder den Stiefvater aus “Pan’s Labyrinth”

    “realstes” Monster: Der weiße Hai. Hab ich erst kürzlich mal wieder gesehen und finde ihn nach wie vor fantastisch. Vielleicht auch ein bisschen, weil ich ihn erstmals als Kind im Strandurlaub gesehen habe. 😉
    Ob der Hai übrigens wie angemerkt “nur überleben” will, weiß ich nicht. Er ist ja dann doch ziemlich hinterher, die Protagonisten zur Strecke zu bringen, ohne dass er sie komplett mampft (was ein realer Hai vermutlich tun würde, wäre er auf Nahrung aus). Er wird in dem Film schon als Bösewicht hingestellt.

    knuffeligstes Monster: Gizmo. Der nicht einmal in der Folge genannt wurde. Was ich hiermit anprangere!

    Durch meine Freundin habe ich übrigens die zwingend einzuhaltende Regel gelernt, dass beim Schauen eines gruseligen Films kein Fuß auf dem Fußboden stehen darf. Das trifft auch und vor allem auf “der weiße Hai” zu… auch wenn unser Wohnzimmer nicht überflutet ist. 🙂

    • Boah ja, der Pale Man zählt auch zu meinen absoluten Lieblingsmonstern! Ein Unding, dass ich den vergessen habe. Im Allgemeinen find ich die Monster, die Guillermo del Toro adaptiert und gestaltet unglaublich toll. Aber der Pale Man, verkörpert vom unnachahmlichen Doug Jones, ist wirklich sein Meisterwerk!
      Hab vielen, vielen Dank für deinen ausführlichen super Kommentar und die Erwähnung von PAN’S LABYRINTH.

      Und ich muss mich jetzt wohl outen, dass ich Gremlins noch nicht gesehen habe.

      Ich find es übrigens ja immer ganz schlimm, wenn ich einen Horrofilm schaue und mit dem Rücken zu einer Tür sitze, die im Zweifelsfall auch noch nur angelehnt ist. Grausig.

  2. Die beste Folge, die ich bis jetzt gehört habe. Es ist viel interessanter, wenn Ihr so wie in dieser Folge generell über Film diskutiert, als einen einzelnen Film hauptsächlich nachzuerzählen.

    • Oh, natürlich einen großen Dank für das Lob. Freut uns sehr, dass dir die Folge gefallen hat und vielleicht sogar informativ war.
      Schade hingegen, dass dir unser eigentliches Konzept nicht ebenso gut gefällt. Wir versuchen ja nicht, die einzelnen Filme nachzuerzählen, sondern tatsächlich etwas tiefer über die Motive und Stile zu diskutieren (aber das gelingt uns sicher bei Weitem nicht immer optimal) – da können wir ja mal ansetzen!

  3. Ahoi!

    Nun habe ich es endlich geschafft, mir mehr als die ersten 30 Minuten anzuhören. Ich stimme Spielberg zu, dass es auf jeden Fall eine interessante Diskussion ist, zumal man ja noch x-Tausend weitere “Monster” finden könnte.

    Da ja Omega Man (der mit Charlton Heston) angesprochen worden ist: Ich meine, dass dort die Koexistenz durchaus thematisiert wird, also dass sich Hestons Charakter den “Anderen” anschließt. Da müsste ich aber auch mal wieder erinschauen. Hängengeblieben ist auf jeden Fall die Szene, in der die ganzen Geräusche auf Heston einprasseln, sehr geil.

    Zum Punkt Werwolffilme haue ich mal die wenigen rein, die ich gesehen habe UND für sehenswert halte:
    Wolf mit Nicholson, Pfeiffer und Spader.
    Stephen King’s Werwolf von Tarker Mills – 80er geht immer, bei mir hat er einen ganz eigenen Charme.
    Das Tier – von Joe Dante und dementsprechend schöner Mischung aus praktischen Effekten und augenzwinkerndem Humor.
    Der Wolfsmensch – von 1941, ein weiterer Vertreter der Universal Horror-Filme (wie Der Unsichtbare und Der Schrecken vom Amazonas). Höchst sehenswert und bei der DVD ist einer der geilsten Audiokommentare (behaupte ich mal bei so 10-20 gehörten AKs) :).

    • Vielen Dank, umso mehr, dass du einen zweiten und kompletten Hörversuch gestartet hast!

      Zu OMEGA MAN kann ich leider recht wenig sagen, die ganze Diskussion darum macht mir allerdings schon sehr viel Lust auf den Film!

      Und zum Punkt der Werwolf-Filme zählst du einige auf, die schon länger auf meiner Liste stehen. Nun habe ich mich bei meinem Horrorctober nur mal wieder für Vampire entschieden (die ich einfach interessanter finde), aber die genannten sind auf jeden Fall noch für künftige Sichtungen vorgemerkt.

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