CineCouch – Folge 98: Lola rennt

Folge 98

Hallo zusammen!

Wir Kinder der ’90er haben uns als letzten Film, den wir gewählt haben, endlich auch mal in der heimischen Filmindustrie herumgetrieben. Tom Tykwer hatte schon zuvor mit Filmen wie DIE TÖDLICHE MARIA und WINTERSCHLÄFER für Furore gesorgt, bis ihm sein endgültiger Durchbruch mit LOLA RENNT 1998 gelang. Dass dieser Film nicht für den Regisseur selbst, sondern auch für das deutsche Kino ein gewaltiger Schritt bedeutet, auch wie er die 90er Jahre verkörpert und nicht zuletzt, was Jan, Michi und Paul von dem Film halten, das alles gibt es in der neuen Folge auf die Ohren.

Viel Spaß!

LOLA RENNT in der IMDb
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4 Gedanken zu „CineCouch – Folge 98: Lola rennt

  1. Schöne Folge, die mir in Erinnerung gerufen hat, dass ich den Film mal wieder sehen sollte. DAs mit dem Video-Format hatte ich zum Beispiel voll vergessen und kann es mir gerade auch nicht so richtig in Erinnerung rufen.

    Bei der Liste der großen deutschen Gegenwartsregisseure solltet ihr Fatih Akin nicht vergessen!

    • Bei mir lag die Erstsichtung (und einzige bis vor kurzem) noch nicht ganz so lange zurück. Aber der Film hat mir doch vielleicht auch gerade durch die letzten Jahre intensiverer Auseinandersetzung mit dem deutschen Kino der letzten Jahre noch mal deutlich besser gefallen. Und so gab es doch einige überraschende Momente (Flash Cut und Match Cut, zum Beispiel). Eine neue Sichtung lohnt sich also durchaus 😉

  2. Schöne Sendung!
    Ich mag LOLA RENNT leider nicht wirklich gerne – dennoch respektiere ich was der Film versucht und tut. Außergewöhnlich ist er nämlich in jedem Fall, nur im Resultat gefällts mir einfach nicht. Das geht bei der Musik los. Ich mag Techno sehr, aber der Soundtrack hier klingt so stark nach 90er Dorfdeppen-Tuning-Karre auf dem Autobahnrastplatz, da dreht sich mir der Magen um – gerade als Liebhaber des Genres. Inhaltlich stört mich vor allem, dass der Ansatz große Fässer namens Schicksal, Verkettung von Zufällen, etc. öffnet, die Spielereien dieser weitreichenden Diemension aber nicht gerecht werden. Das Weiterspinnen von Schicksalen durch Änderung kleinster Details (ala BUTTERFLY E. oder MR. NOBODY) taugt an sich sehr, aber was interessiert mich das denn bei der Else auf der Straße mit dem Kinderwagen? Beim Vater, Herrn Meyer oder dem Wachmann wäre das spannend gewesen, so jedoch verkommt es zum Gimmick. Zuletzt geht der Off-Kommentar gar nicht. Dies ist einer der Filme, bei dem ich die extreme Verhaftung in der Entstehungszeit zudem irgendwie negativ empfinde. 90er-Klischee-Raver-Ästhetik ist aus guten Gründen passé 😉 Vielleicht irgendwann ne 2. Chance – ist lang her…

    • Erstmal danke für das Lob 😉

      Sehr interessant, dass du den Film gerade durch seine Zeitlichkeit nicht unbedingt ins Herz schließen kannst. Ich bin ja so gar kein Fan von Techno und habe jetzt bei der erneuten Sichtung mit so einem verklärten Blick auf die musikalisch ohnehin recht beschränkten ’90er Jahre zurückgeblickt (das ist meiner damaligen Radio- und Top of the Pops-Zeit verschuldet! 😉 ), dass es schon wieder passend und irgendwie auch witzig war. Bei der Kleidung das gleiche. Oder man denke nur an Telefonzellen, Wählscheiben und so weiter…

      Was die Thematik von Zufall/Schicksal anbelangt, würde ich dir widersprechen. Der Film gerade dadurch ein großes Fass auf, weil er sich gerade an Kleinigkeiten, zufälligen Begegnungen und willkürlichen Personen entlang hangelt. Wenn sich in diesen winzigen Sphären so viele Möglichkeiten ergeben, was ist dann im globalen Netzwerk so alles denkbar? – Insofern halte ich die Ausführung für extrem klug und vor allem auch im Rahmen einer doch recht geringen Budgetierung sehr gut angepasst. Aber da lasse ich auch gerne andere Meinungen zu 😉

      Worauf wir uns aber einigen können: Diese Klamotten haben den Namen echt nicht verdient (oder Bleibtreus Frisur, wenn wir schon dabei sind) – zum Glück haben wir diese Zeit hinter uns gebracht.

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