CineCouch – Folge 168: 2001: A Space Odyssey

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Hallo zusammen!

Ihr habt für diese Folge den besten Film aus dem Jahr 1968 ausgesucht und uns wohl eines der faszinierendsten und kompliziertesten Sci-Fi-Epen aller Zeiten aufgehalst. Daniel, Jan und Michi stellen sich der Herausforderung und stürzen sich in wilde Spekulationen, Interpretationen und Diskussionen. In dem etwas längerem Podcast kommen die verschiedensten Perspektiven und Lesarten zum Vorschein, bei der noch jede seine Berechtigung findet. So etwas passiert eben, wenn man versucht, Kubrick zu analysieren. Außerdem sprechen wir viel über die historische Einordnung von und unsere persönlichen Seherfahrungen mit 2001: A SPACE ODYSSEY. Dabei ist natürlich auch ganz wichtig, welche Bedeutung der Film für das Sci-Fi Genre ausweist.

Also viel Spaß!
Eure CineCouch

auch bei iTunes oder podcast.de

2001: A SPACE ODYSSEY in der IMDb
2001: A SPACE ODYSSEY auf Letterboxd

Weiterführende Links

Tatsächlich haben wir 2001 bereits in der Bösewichtsfolge und auch im Spezial über Expositionen erwähnt.

Außerdem darf unsere Liste der besten Sci-Fi-Filme nicht fehlen!

Wer mit Kubrick vielleicht nicht so viel anfangen kann, interessiert sich dafür evtl. für DAWN OF THE PLANET OF THE APES?

Über 2001: A SPACE ODYSSEY wurde und wird viel geschrieben. Kathleen Carrol schrieb nach Erscheinen des Films 1968 für die Daily News wenig enthusiastische Worte über den heutigen Klassiker.

Heutzutage sieht die Welt ganz anders aus. Der Guardian widmete sich z.B. 2010 noch einmal dem Film und geht der Frage nach, warum der Film laut Autorin Catherine Shoard der beste seines Genres ist.

Dafür, dass 2001 nicht nur für das Sci-Fi-Genre (wie auch in der Folge besprochen) wegweisend war, sondern auch aus wissenschaftlicher Hinsicht einen visionären Meilenstein darstellt, nennt Dr. Mark Homm 10 Gründe.

Wie Sci-Fi-Filme die Zukunft abbilden, kann man nicht nur am Produktions- und Kostümdesign betrachten. Auf dem Blog “Types in the Future” schreibt Dave Addey über die Nutzung von Schriftarten in den imaginierten Zukunftsszenarien. So auch in 2001.

Bei der ganzen Science-Fiction kann man schon einmal den Überblick verlieren. Für historisch interessierte hat Blastr.com einen fiktiven Zeitstrahl aus über 120 Filmen zusammengestellt, u.a. mit einem Eintrag für das Jahr 2001…

Und zu guter letzt stellt sich Daniel Cake die Frage, was der Monolith im Film bedeutet. Nun, komplett beantworten kann auch sein Video-Essay die Frage nicht, sehenswert ist es dennoch:

Trailer

7 Gedanken zu „CineCouch – Folge 168: 2001: A Space Odyssey

  1. Sooooo,

    gleichwohl ich euren Podcast jetzt schon seit einiger Zeit höre, erst jetzt mal einen Kommentar zum grade eben erst Gehörten.

    Ich selber bin Jahrgang 1964, was bedeutet das ich 2001, im Jahr 1968, natürlich noch nicht in der Erstaufführung gesehen habe.

    Meine Kinosozialisation begann eigentlich erst im Februar ’78 bei der Erstsichtung von “Krieg der Sterne”, den ich in jenem Jahr bestimmt 25 mal gesehen habe (und auch andere Filme).

    Ein Stück eurer Diskussion würde mit einem Schlage hinfällig werden, wenn ihr die Möglichkeit gehabt hättet, diesen Film so zu sehen wie es damals eben üblich war.

    Auf einer großen!!! Leinwand, im dunklen Kino.

    Dieser Film funktioniert in weiten Teilen schlichtweg nicht auf einem, das visuelle fast schon verleugnenden, Flatscreen.

    Und drum auch ein Widerspruch meinerseits bezüglich der Verständnismöglich eines Kindes.

    Ich selber habe ihn in Wiederaufführung auch 1978 gesehen (nach Krieg der Sterne) und war als 13jähriger einfach vollständig hin und weg.

    Dieser Film wirkt halt in erster Linie als (Audio)visuelle Erfahrung, die rationale Bewertung des Films bleibt, so man ihn WIRKLICH GESEHEN hat, nachrangig.

    Gleichwohl hat man überall Einstiegsmöglichkeiten die endlosen Interpretationen zweckdienlich sind.

    Nun hiermit habe ich meinen Senf hinzugegeben und es bleibt mir nur noch zu sagen, dass mir euer Podcast wirklich viel Freude bereitet.

    Ralf D.

    aus Hamm (Westf.)

    P.s.:Zum Thema Kubrick seien folgende zwei Bücher sehr zu empfehlen:

    “Kubrick” von Michel Ciment aus dem Bahia Verlag
    Und “The Making of Kubrick’s 2001” von Jerome Agel (Editor)

    In diesen Büchern kommt der Meister selber zu Wort.

    • Lieber Ralf,

      freut uns, dass wir bei einem so diskussionswürdigen Film auch deine Stimme in Form eines Kommentars zu Wort haben kommen lassen (und du uns schon lange als Hörer begleitest)

      Ich gebe dir ohne Weiteres Recht, wie der Film “damals” gewirkt haben muss, eben und vor allem im Kinosaal, das können wir nicht nachempfinden.

      Dein Kommentar zum Flatscreen würde ich als etwas zu hart einstufen, als Student von Filmkultur in Frankfurt kann ich den Gedanken dabei durchaus verstehen. Natürlich wäre es mir auch lieber gewesen 2001 in einer 70mm Fassung im Kinosaal auf einer großen Leinwand zu sehen.

      In der Diskussion ging es uns allerdings neben dem audiovisuellen Bombast (der glaube ich außer Frage steht, großartig zu sein) eben auch um die Einordnung des Films in ein Genre, das zu seiner Zeit nicht – nennen wir es mal – ‘salonfähig’ war. Das Verständnis von Science-Fiction ist bei vielen unserer Generation durch STAR WARS, MATRIX und STAR TREK geprägt, die wiederum ohne einen Film wie 2001 wohl nicht denkbar gewesen wären: Der Film ist mit einer der Ur-Väter des Genres.

      Vielen Dank auch für die Lektüre-Empfehlungen, die ich mir auf jeden Fall vormerke und hoffentlich auch den anderen Hörern hilfreich sein werden.

      Beste Grüße aus Mainz

    • Da habe ich wohl zu viel über den Inhalt von 2001 recherchiert, dass mir Kubricks Biografie glatt durch die Lappen gegangen ist – nun ja 😀

      Jedenfalls bleibt es ja doch dabei, dass das britische Kino in den 60er Jahren (mit-)prägend war – und das war mir vor den 1960er-Folgen gar nicht so bewusst.

  2. Ihr habt Euch da etwas verrannt, was Computer angeht. Es gab ’68 schon Computer. Es gab nur keine Mikroprozessoren und sie waren wahrscheinlich zimmergroß und hatten viele klackernde Relais.

    Die erste Star Trek-Serie, Raumschiff Enterprise, fing schon ’66 an und dort war der Computer auch schon alltäglich. Dort hört man auch immer die Relais klacken, wenn der Computer rechnet. Die konnten sich wohl nicht vorstellen, daß das mal lautlos gehen würde.

    Das Thema “Der böse Computer” gab’s dort auch in vielen Folgen. Auch damals hatten die Leute schon Angst, vor der emotionslosen denkenden Maschine.

    Diesen Schnitt, von dem Knochen zum Satelliten/Raumschiff, den ihr so toll findet, ist mir nie aufgefallen. Ich hab die Szene jetzt auch noch mal gesehen und sie ist auch nicht toll, weil sie gar nicht funktioniert. Dazu müsste der Knochen genau an der Stelle sein, wo dann dieses Ding ist, was nicht der Fall ist. Außerdem sieht das Ding sehr primitiv aus und man sieht sofort, daß es ein kleines Modell ist.

    Ist es ein Meisterwerk? Nur teilweise. Dort wo der Film versucht den Weltraum realistisch darzustellen. Zum Beispiel dreht sich die Station und erzeugt durch die entstehende Fliehkraft eine Schwerkraft. Das Konzept gab es also schon und wurde auch später in Filmen/Serien benutzt. Babylon 5 fällt mir da spontan ein.
    Ansonsten kann man nicht nur sagen, der Film hat viele Längen, denn der Film besteht nur aus Längen, was ich nicht für anspruchsvoll halte, sondern für total langweilig.

    Das Ende ist wohl rein philosophisch, was ich nicht verstehe. Bis ich den Film vor einer Weile mal auf Arte mit Audiobeschreibung gesehen habe, war mir nichtmal klar, daß der alte Mann und das Baby auch David Bowman sein sollen, Ich finde es gibt da keine Ähnlichkeit. Wahrscheinlich war die Maske zum einen zu verfremdend und das Babygesicht nicht gut genug getroffen.
    Irgendwo habe ich auch gelesen, daß das Sternenkind der in der Philosohpie erwähnte “Übermensch” sein könnte. Damit kenne ich mich aber nicht aus.

    Ich empfehle Euch, auch die Fortsetzung zu gucken: 2010 – Das Jahr in dem wir Kontakt aufnehmen. Im Gegensatz zu 2001 hat der eine richtige Handlung. Allerdings ist er im kalten Krieg entstanden, was auch Thema ist. Deshalb ist er nicht so zeitlos. Dort bekommt ihr aber ein paar Antworten. Außerdem spielt Roy Scheider (Der weiße Hai) mit.

  3. Hallooo erst mal, ich weiss nicht, ob ihrs wusstet: ;))…
    dass es tatsächlich einen Zeitzeugen aus 1968 gibt, der die Uraufführung in Österreich auf der damals größten Kinoleinwand ansehen konnte. 14 jährig, ein totaler Sience fiction Fan, Leser aller Literatur der damaligen Zeit. Etwas über 50 Jahre sind seither vergangen, so seid gütig mit mir und meinem Gedächtnis, ich weiss nicht so ganz genau, wann der in Österreich anlief, damals waren wir immer hinter Deutschland gereiht…könnte also später als Herbst 1968 gewesen sein. Was ich allerdings jederzeit aus meiner Bio Harddisk abrufen kann, ist die Stimmung, die im Kinosaal herrschte, kein Laut erklang anfangs während nur die Musik zum schwarzen Bild (elend lange) lief…dann erklang “Also sprach Zarathustra” und sämtlich Körperhaare standen nach allen Seiten, Schauer liefen über die Haut wie nach einem Sonnenbrand (Ganzkörperorgasmus?)…und dann der Film, mit aufgerissenen Augen die über 2 h, ständiges Staunen…und schlussendlich, Ende des Filmes, Vorhang schloss sich, 400 Menschen wagten wieder zu atmen, sprangen hoch und es folge eine 10 Minuten dauernde Akklamation….ein nie wieder erlebtes Massenphänomen..da war eine Stimmung, sagenhaft, als wären alle Gehirne miteinander verbunden…und nur positiv gestimmt.
    Habe fertig!
    Lieber Stevie, du bist noch sehr jung, und JA…du kennst dich nicht aus, hast du selbst gut erkannt…

    • Danke für den Erfahrungsbericht aus erster Hand! Klingt nach einem großartigen Kinobesuch. An Applaus nach einer Vorführung kann ich mich tatsächlich nur auf Festivals erinnern (wobei es auch da immer seltener wegen des Films, sondern eher wegen der geladenen Gäste hervorgerufen wird…)
      Mittlerweile war der Film ja auch wieder einige Male auf großer Leinwand (sogar erneut in 70mm) zu sehen. Da kamen ja doch auch ein paar Menschen zusammen.

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