CineCouch – Folge 169: Butch Cassidy and the Sundance Kid

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Hallo zusammen!

Unsere Reihe zu Filmen der 1960er Jahre endet mit dieser Folge. Was läge da als Abschluss näher als mit BUTCH CASSIDY AND THE SUNDANCE KID ein Western, der als einer der Sargnägel für das ganze Genre fungierte? 1969 erlebte der Western nämlich einen Höhepunkt, der nicht wiederholt werden konnte. Alles schien gesagt, erzählt und gezeigt, sodass sich Filmemacher anderen Stoffen zuwandten oder melancholisch zurückblickten. Regisseur George Roy Hill setzt genau hier an: Die Legendenbildung um seine Helden wird hinterfragt, der Mythos des Wilden Westens dekonstruiert und überhaupt zeigt der Film eine Welt, in der für den Westerner kein Platz mehr ist. Gleichzeitig glänzt der Film jedoch als warmherzige, romantisierte und urkomische Buddy-Erzählung, die die Karrieren von Paul Newman und Robert Redford maßgeblich beeinflusste.
Michi, Niels und Paul blicken wehmütig zurück und ziehen den (Cowboy-)Hut vor diesem Meisterwerk. Wir hoffen, dass euch die 60er ebensoviel Freude bereitet haben wie uns und freuen uns über Feedback. Mochtet ihr die Aktion? Was könnte man verbessern? Und welche Themen sollen wir als nächstes beackern? Nun aber zunächst viel Spaß beim Hören!

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BUTCH CASSIDY AND THE SUNDANCE KID in der IMDb
BUTCH CASSIDY AND THE SUNCANCE KID auf Letterboxd

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Trailer

7 Gedanken zu „CineCouch – Folge 169: Butch Cassidy and the Sundance Kid

  1. Ein toller Film! George Roy Hill ist eh ein Regisseur, der viel mehr Beachtung verdient hat.

    Einer seiner größten Flops “The Great Waldo Pepper” (ebenfalls mit seinem Lieblingsschauspieler Robert Redford in der Hauptrolle) ist gleichzeitig einer seiner besten Filme. Unbedingt anschauen!

  2. Hallöchen, liebes CineCouch-Team! Dies war offiziell jetzt also meine erste Folge, die ich von euch gehört habe und ich kann bloß sagen, dass ich ganz großen Spaß beim Hören hatte! Vielen Dank dafür! 🙂

    Ich habe den Film zum allerersten Mal vor etwa 2 Monaten gesehen und war richtig begeistert! Ich kannte bisher bloß eine Hand voll Western aus den 50ern und ein paar Leone-Western und dieser hier fühlte sich in seinem Ton nochmal komplett anderes an – ich weiß noch, wie ich darüber gestutzt hatte, wie modern er auf mich wirkte!
    Ihr habt den Glanz dieses Films ja wunderbar zu fassen bekommen, weshalb ich bloß noch etwas ergänzen möchte: und zwar wie häufig er mich an andere Filme erinnert hatte – mit ‘Herr der Ringe’ und ‘Jules et Jim’ als die zwei prominentesten Vertreter.

    Der Herr der Ringe-Vergleich ist, glaube ich, recht eindeutig und bezieht sich natürlich auf die lange Flucht-Eskapade der beiden, die ihr ja auch besprochen habt. Diese gesichtslosen stets auflauernden Reiter im Hintergrund eingebettet in diese weite Landschaften haben mich doch stark an die erste Hälfte von “… Die Gefährten” erinnert. Würde mich nicht wundern, wenn sich Peter Jackson etwas davon inspiriert fühlte.
    Bei Jules et Jim ist der Vergleich vielleicht nicht ganz so naheliegend, weil sich hier letztlich doch kein großes Drama rund um eine Dreiecks-Beziehung entspinnt (mit diesen Erwartungen wird ja relativ schnell gebrochen), aber bei der Fahrrad-Szene habe ich doch ganz klar den Truffaut dahinter gesehen – wenn auch nur spielerisch aufgegriffen. Würde mich interessieren, ob ihr das ähnlich seht.

    Ich freue mich jedenfalls auf eure weitere Sendungen – werde zunächst eure 60er Jahre-Episoden nachholen und habe danach auch schon einige Folgen als Favoriten in meinem Podcatcher markiert 🙂

    • Dann bedanke ich mich zunächst fürs Lob und den ausführlichen Kommentar 😉

      Jules et Jim ging mir tatsächlich auch durch den Kopf, aber du hast ja schon richtig ausgeführt, dass sich nicht unbedingt eine klassische Menage à trois ergibt. Insofern bleibt es beim bloßen Verweis, was wiederum sehr postmodern wirkt.
      Tatsächlich finde ich das auch naheliegender als Herr der Ringe. Die Plots ähneln sich vielleicht, aber in Umsetzung und natürlich vor allem Atmosphäre sehe ich da wenig Übereinstimmungen. Aber wissen kann man es natürlich nie hundertprozentig.

      Danke jedenfalls fürs Hören und viel Spaß mit den nächsten Folgen!

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