CineCouch – Folge 297: Lux Æterna

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Hallo zusammen!

Gaspar Noé hat sich einen Ruf als Grenzen überschreitender Skandalregisseur erworben. Mit dem nur etwa 50 Minuten langen LUX ÆTERNA bleibt er seinem etablierten Stil treu: Komplementärfarben, bunte Beleuchtung, lange Einstellungen, Splitscreens und eine radikale Lust zu experimentieren. Inhaltlich befinden wir uns an einem fiktiven Filmset, an dem die Grandes Dames Beatrice Dalle und Charlotte Gainsbourg fiktive Versionen ihre selbst spielen. Der Dreh, die Szene einer Hexenverbrennung, läuft selbstverständlich aus dem Ruder und lädt uns ein zur Interpretation: Jan, Michi und Niels sprechen über die Rolle der Frau im Kino, Leiden für die Kunst, Exploitation und MeToo, bevor alles im Stroboskop-Gewitter endet. Typisch Noé eben. Aber vielleicht auch zu typisch? Wir sind uns uneins und wünschen viel Spaß beim Hören!

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CineCouch – Folge 295: Gattaca

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Hallo zusammen,

in dieser Woche blicken Jan, Niels und Michi ein wenig in ihre Vergangenheit und besprechen einen Film, den sie alle mal im Schulunterricht behandelt haben. Mit dem Sci-Fi-Drama GATTACA, Andrew Niccols Debütfilm von 1997, reisen wir gleichermaßen in die Zukunft. Wir erleben die Geschichte von Vincent (Ethan Hawke), der in einer dystopischen Zweiklassengesellschaft lebt. Als natürlich geborener gehört er mit seiner unveränderten und somit fehlerhaften Genetik zu den „in-valid“. Sein Traum von einem Flug ins Weltall ist ihm somit verwehrt. Als er jedoch die Identität von Jerome (Jude Law), eines „valid“, annimmt, wird sein Job in der Raumfahrtbehörde Gattaca Realität. Eine Mordermittlung droht seine Scharade auffliegen zu lassen und so beginnt ein Rennen vor der Polizei, seiner Liebe Irene (Uma Thurman) und sich selbst.

GATTACA widmet sich mit einem vermeintlich kleinen Einzelschicksal den ganz großen Fragen der Menschheit: Wie weit darf moderne Medizin gehen? Was macht uns menschlich? Warum ist die Perfektion eben nicht perfekt? Ehrlicherweise versuchen wir im Podcast erst gar nicht diese Fragen zu beantworten und konzentrieren uns lieber auf die Analyse des Films an sich.

Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 293: Und morgen die ganze Welt

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Hallo zusammen,

diese Woche wird es bei uns deutsch, weiblich und politisch. Michi, Niels und Jan besprechen den aktuellen Film von Julia von Heinz UND MORGEN DIE GANZE WELT, der seine Premiere im Jahr 2020 auf den Filmfestspielen von Venedig feierte. Ein richtiger Start in den Kinos blieb aufgrund der Pandemie so ziemlich aus, doch seit kurzem ist die deutsch-französische Produktion auf einer Streamingplattform zu sehen und somit leicht zugänglich – das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.
Das Drama erzählt die Geschichte einer jungen Jura-Studentin, die in Mannheim einer antifaschistischen Bewegung beitritt und sich zusehends radikalisiert. Der Gegenpol bildet die rechte Partei „Liste 14“ sowie eine gut organisierte Gruppe Neo-Nazis bzw. Rechtsradikaler. Gewalt, Zerstörung, Gesetzesbruch und generelle Feindlichkeit bleibt auf beiden Enden des Spektrums nicht aus und konfrontieren den Zuschauer mit schwierigen moralischen und ethischen Fragen. Wir haben versucht im Podcast zu analysieren, welche Zwickmühlen der Film entwirft und welchen Effekt das auf uns hat. Nicht jeder Handlungsschritt der Hautprotagonistin erschien uns schlüssig, genauso wie manche inhaltlichen Entscheidungen. Aber vielleicht muss es auch gar nicht immer bis ins letzte Detail ausklamüsert sein?

Hört selbst – viel Spaß!

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CineCouch – Folge 291: Lara

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Hallo zusammen!

Mit OH BOY feierte Jan-Ole Gerster riesige Erfolge: Sowohl bei Kritik als auch Publikum schlug sein Spielfilm-Debüt voll ein und konnte für einige Auszeichnungen einheimsen. Dann war sieben Jahre lang Pause, bis er 2019 mit LARA zurückkehrte. Michi und Niels widmen sich diesem Charakterdrama, in dem Corinna Harfouch in der Hauptrolle brilliert. Sie spielt Lara Jenkins, die ihren 60-jährigen Geburtstag feiert und doch keinerlei Lust zum Feiern zu verspüren scheint. Einen Tag lang lernen wir sie kennen und vielleicht doch nicht verstehen. Welche Rolle dabei ihre Vergangenheit, ihr Sohn ((Tom Schilling) und die Musik spielen, erfahrt ihr im Podcast.

Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 290: The Wild Bunch #oWestern

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Hallo zusammen!

An Ostern gibt’s einen Western auf die Ohren, so will es der Brauch. Also haben sich Jan, Michi und Niels einen absoluten Klassiker des Spätwesterns geschnappt und besprechen mit THE WILD BUNCH erstmals einen Film von Sam Peckinpah. Die so umstrittene wie einflussreiche Regie-Legende konfrontierte das US-Publikum mit einer nie dagewesenen Gewaltdarstellung und einem Abgesang auf den glorreichen Western, der auch heute noch im Action- und Abenteuer-Kino nachwirkt. Im Gespräch geht es munter hin und her, vom New Hollywood über den Western an sich, bis hin zu Fatalismus, Gesellschaftskritik und die berüchtigten Persönlichkeit Peckinpahs. Und wem das noch nicht reicht, empfehlen wir den Blick in unser #oWestern-Archiv oder ins Programm unserer Podcast-Kolleg*innen.

Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 288: Kill Bill Vol. 1

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Hallo zusammen!

Der März steht bei uns wie immer im Zeichen der Martial Arts und in diesem Jahr widmen wir uns einer Hommage an unterschiedlichste Action-Filme, -Epochen und -Held*innen: Die Rede ist von Quentin Tarantinos KILL BILL VOL. 1 mit Uma Thurman als ehemalige Auftragskillerin The Bride, die blutige Rache an dem Mann nehmen möchte, der ihr einst an ihrem Hochzeitstag eine Kugel in den Kopf jagte.

Die zwei Stunden Laufzeit vergehen wie im Flug, denn Tarantino legt ein höllisches Tempo vor auf seiner Reise quer über den Globus und durchs Weltkino. Japanische Samurai- und Yakuza-Filme treffen auf Heroic Bloodshed und Kung Fu aus Hong Kong, italienische Spaghetti Western, Exploitation und Anime. Jan, Michi und Niels blicken mit Begeisterung und unterschiedlichen Graden an Nostalgie auf den Film und freuen sich auf die nächste Folge, in der Vol. 2 auf dem Programm steht und den Weg Richtung #oWestern ebnen wird. Das war sogar einen eigenen Jingle wert… Viel Spaß beim Hören!

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CineCouch – Folge 285: Akira #Japanuary

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Hallo zusammen!

Bereits im letzten Podcast besprachen wir mit THE FOREST OF LOVE (2020 R: Sion Sono) einen japanischen Film und nahmen damit an der #Japanuary-Aktion teil. In dieser Folge machen wir damit weiter, auch wenn die Filme kaum unterschiedlicher sein könnten.

Schon lange steht AKIRA (1988 R: Katsuhiro Ôtomo) auf Niels Liste der Filme, die unbedingt besprochen werden müssen, während Jan den Film zum ersten Mal sieht. Also wird schnell der 2.000 Seiten starke Manga hervorgeholt. Aber wir beschränken uns nicht nur auf die Kürzungen, die für den knapp zweistündigen Film notwendig waren, sondern gehen der Frage nach, weshalb AKIRA wie ein Monolith am Ende der 1980er Jahre den Durchbruch japanischer Zeichentrickkunst auch im Filmbereich bedeutete. Wir sprechen über die vielen Themen des Films, über die Atmosphäre und vor allem die Präsentation auf audiovisueller Ebene.

Und das alles in der Hoffnung, dass wir diesem herausragenden Film mit unserer Besprechung auch nur annähernd gerecht werden konnten.

Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 283: Love Actually (Tatsächlich… Liebe)

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Hallo zusammen!

Der Winter ist da, das Jahr neigt sich zu Ende und für viele freuen sich auf Urlaub, besinnliche Tage im Kreise seiner Liebsten und das Weihnachtsfest. Auch die CineCouch ist in bezauberndem weiß, rot und grün dekoriert, denn zweieinhalb Stunden lang heißt es in dieser Folge: Christmas is all around you!
Wobei der Prolog von LOVE ACTUALLY sofort deutlich macht, dass vor allen Dingen die Liebe tatsächlich überall ist und dies nun anhand von vielen Protagonisten, Pärchen und sich überschneidenden Geschichten erzählt. Dieser Episodenfilm von Regisseur und Drehbuchautor Richard Curtis weiß mit britischem Humor, vielen grandiosen Schauspielern und gewisser kreativer Abwechslung der „wer ist warum in wen (frisch) verliebt“-Geschichten zu überzeugen. Gleichzeitig kommen trotz einer Lauflänge von über zwei Stunden viele Figuren viel zu kurz, es fehlt an Diversität und einige Rollenklischees waren auch 2003 schon veraltet. Auch wenn dieser unstreitbare Wohlfühlfilm bei Niels und Jan zum vorweihnachtlichen Ritual geworden ist, wird also ordentlich kritisiert und analysiert. Michi hat LOVE ACTUALLY nun zum zweiten Mal gesehen und ob sie den Film nun auch öfter schauen wird, hört ihr im Podcast.

Wir wünschen viel Spaß!

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CineCouch – Folge 279: M

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Hallo zusammen!

Seit etwas längerer Zeit wird es auf der CineCouch mal wieder schwarz-weiß, 4/3 und deutsch. Michi, Niels und Jan versuchen sich auch gedanklich ein wenig ins Jahr 1931 zurück zu begeben, denn das Meisterwerk M – EINE STADT SUCHT EINEN MÖRDER von Fritz Lang bezieht sich kritisch auf das damalige Gesellschaftsbild in einer fiktiven Kindermörder-Jagd-Erzählung. Langs erster Tonfilm sorgt nicht nur anhand seiner Geschichte für unglaublich viel Gesprächsstoff, sondern auch aufgrund der hervorragenden audio-visuellen Gestaltung. Zudem wird zum Beispiel eingehend über die mögliche Bedeutung des Endes diskutiert. Auch wenn der Film bald hundert Jahre alt wird, hat er erstaunlicherweise in einigen Punkten nicht an Aktualität verloren. Warum dies so ist und an welchen Szenen wir vielleicht doch Kritik finden konnten, hört ihr im Podcast.

Viel Spaß!

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CineCouch – Folge 278: Event Horizon

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Hallo zusammen!

Zu Ehren des diesjährigen #H20rrorctober haben wir die Köpfe zusammengesteckt und einen etwas außergewöhnlicheren Horrorfilm ausgewählt. Wir reisen zurück ins Jahr 1997. Die CineCouchler sind noch im Kindergarten, während Paul W.S. Anderson bereits mit der Video-Spiele-Verfilmung MORTAL KOMBAT Erfolg feierte und nun mit dem sehr ambitionierten Sci-Fi-Horror-Mix EVENT HORIZON anknüpfen will. Herausragende Schauwerte treffen auf tolle Schauspieler in einem interessanten Setting, mit viel Gore (also, am Ende ja doch nicht so viel Gore). Ob und wie diese eigentlich hervorragend klingende Mischung funktioniert, darüber streiten sich in dieser Folge Jan, Niels und Michi.

Einerseits kultiger, teils innovativer Horror-Spaß, andererseits schlecht zusammengefügter Ideen-Klau mit vielleicht verheerenden Postproduktionsproblemen. EVENT HORIZON hat bei uns für überraschend viel Gesprächspotential gesorgt – vielleicht hätten wir uns das bei einem Paul W.S. Anderson-Film aber auch denken können.

Viel Spaß!

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