CineCouch – Folge 100: Lieblingsfilme

Folge 100

Hallo zusammen!

Daniel, Jan, Michi, Niels und Paul sitzen alle auf einer Couch, das kann nur eines bedeuten! – Genau: Spezialfolge. Und was für eine besondere. Wir hätten es wohl am allerwenigsten gedacht, als wir vor über zwei Jahren mit dem Podcasten angefangen haben, wir sind 100-Episoden stark. Das sind aberhunderte von Stunden, die wir über Filme gesprochen haben, als gerade ein Mikrofon vor unserer Nase stand.
Bei Folge 100 lassen wir uns nicht lumpen und sind nicht allein! Wir haben euch aufgerufen, uns eure Lieblingsfilme einzusprechen und die Ergebnisse präsentieren wir mit eben solchem Stolz wie unsere Lieblingsfilme – unserem Thema in dieser Jubiläumssendung.
Und natürlich wollen wir auch noch wissen: Was sind eure Lieblingsfilme?

Wir wünschen ganz viel Spaß!

Timecodes™ zum Jubiläum dürfen natürlich nicht fehlen:

0:00:00 – Begrüßung, Erklärung des Konzepts und Danksagung
0:06:09 – Lieblingsfilm vs. bester Film (aller Zeiten)
0:20:51 – Verklärung und Nostalgie
0:38:28 – “Ein Film muss wachsen”
0:42:48 – Gibt es ein Patentrezept für den Lieblingsfilm?
0:54:07 – Lieb(lingsfilm)e auf den ersten Blick und gibt es den einen Lieblingsfilm?
1:07:00 – Audiobeitrag: CineCast
1:17:45 – Jans Lieblingsfilm
1:26:20 – Audiobeitrag: Nerdtalk
1:33:17 – Daniels Lieblingsfilm
1:40:38 – Audiobeitrag: Second Unit
1:48:21 – Pauls Lieblingsfilm
2:58:06 – Audiobeitrag: Wiederaufführung
2:04:49 – Audiobeitrag: Enough Talk
2:13:03 – Michis Lieblingsfilm
2:22:49 – Audiobeitrag: Filministen
2:28:10 – Audiobeitrag: Schöner Denken
2:37:15 – Audiobeitrag: Longtake
2:40:12 – Niels’ Lieblingsfilm
2:48:40 – Verabschiedung

10 Gedanken zu „CineCouch – Folge 100: Lieblingsfilme

  1. So, auch in schriftlicher Form nochmal herzlichen Glückwunsch 🙂
    War eine schöne Sendung zu einem tollen Thema!

    Interessant, wie verschieden sich doch die Lieblingsfilme eurer Truppe gestalten!

    • Danke schön dann auch noch mal in schriftlicher Form zurück 😉

      Also, dass wir verschiedene Lieblingsfilme haben, war uns untereinander schon klar, ein bisschen überraschend kam aber zumindest auch für mich der ein oder andere Film zu Wort, mit dem ich zumindest nicht in erster Linie gerechnet hätte.

  2. Nun habe ich die Folge auch endlich geschafft, war ja nicht die allerkürzeste.

    Zum Punkt, dass man wirklich nur einen Film benennt: Ja, klar hat man jede Menge Filme, die man sehr gerne mag, aber da spielt für mich auch irgendwie der Spaß mit rein, wirklich DEN einen Film zu nennen. Hätte ich neben “Manhunter” noch mehr genannt, wären das “Lohn der Angst (Le salaire de la peur)”, “Im Rausch der Tiefe (Le grand bleu)”, “Halloween (1978)”, “Herr der Ringe: Die Gefährten”, “Die Sieben Smaurai (Shichinin no samurai)” und seit der Kinosichtung letztes Jahr auch “Die Reifeprüfung (The Graduate)” genannt. Alle diese Filme halte ich nicht nur für objektiv hochkarätig, sie treffen bei mir auch einen ganz bestimmten Punkt, lösen ein Gefühl aus.

    Und jetzt werde ich auch bei euch mal anfangen, mich durchs Archiv zu hören…

    • Ja, zum Glück haben wir uns dann auch noch besonnen und nicht eine weitere Runde mit Lieblingsfilmen von uns losgetreten.

      Ich finde auch, dass es für einen selbst gar nicht mal so unwichtig ist, EINEN Film zu nennen. Immerhin geht man dabei auch mal in sich und natürlich sind nicht alle Filme miteinander zu vergleichen, weil sie so unterschiedlich funktionieren, aber im Grunde ist es doch nur die Fähigkeit, sich entscheiden zu können, die man damit gleich mal schult.
      Dass die Filme, die du noch als weitere nennst, dir subjektiv ganz viel geben, ist sicherlich auch der wichtigste Punkt, wenn es um Lieblingsfilme geht. Der erste STAR WARS hat ja auch so seine Macken, gehört aber auch zu den Filmen, die ich mir immer wieder ansehen kann und dabei wieder der kleine Junge werde, als ich den Film zum ersten Mal (aufgezeichnet auf VHS-Kassette) gesehen habe.

      Dann man viel Spaß beim Stöbern 😉

      • Das Stöbern beginnt natürlich mit Watch Men! 1, die ich auch gleich weg habe.

        BTW mal generell: Bin ich blind oder gibt es bei euren Beiträgen keine Anzeige des Veröffentlichungsdatums? Das würde ich sehr begrüßen, um ggf. direkt erkennen zu können, wann die Folgen (bzw. die Beiträge hier auf der Seite) online gegangen sind.

        Grüße

        • Ich bin mir gar nicht sicher, ob auch die ersten Folgen qualitativ lohnen (sowohl klanglich als auch inhaltlich). Da wäre ich gespannt aber auch ein bisschen ängstlich bezüglich Feedback 😉
          Ein Datum sollte eigentlich unterhalb des flattr-buttons sein, direkt über den Kommentaren.

          • Nee, bei mir ist leider kein Datum nirgendwo. 🙁

            Mit Rückmeldung warte ich mal, bis ich alle 10 Folgen gehört habe. Tonmäßig bin ich recht schmerzfrei – wobei es mir bis jetzt gut gefällt, dass bei den ersten Folgen kein (zu lautes) Musikintro dabei ist. 😉

        • Wir haben uns aus ästhetischen Gründen gegen die Anzeige der Meta-Daten der Blogposts entschieden. Leider konnten wir die nur entweder ganz oder gar nicht anzeigen lassen.
          Die Watch Men!-Folgen sind allesamt am 7. Juli 2013 auf dieser Seite erschienen. Tatsächlich sind sie aber schon etwas älter. Die erste zu 7 PSYCHOS stammt ursprünglich aus dem Oktober 2012.

  3. Wieso stehen Mädels IMMER auf Musicals und WALLIE? Ich dachte die reaktionären Zeiten sind vorbei. Wo sind die John Woo Fan-Girls? Das ist mir hier ganz klar zu unemanzipiert! Von mir gibt’s hiermit ein ausdrückliches “Barbie-Film”Verbot! (oh Gott, nehmt das bloß nicht ansatzweise ernst^^)

    Spannendes Thema. Die Sendung hat viel Spaß gemacht (ich war ja auch kurz drin, muss also toll sein!). Es gibt übrigens zwei Filme, bei denen ich meist etwas genervt bin, wenn sie als Lieblingsfilm genannt werden. Das ist erstens 2001. Auch wenn ich den Film selbst ganz gerne mag, finde ich es etwas lächerlich, dass er immer so mit einzeiligen Reviews als Meisterwerk proklamiert wird, ohne dass es jemand überhaupt für nötig hielte anzumerken, dass das ein extrem obskurer Film ist, der kaum einer filmischen “Grundregel” folgt und den Zuschauer eigentlich ausschließlich auf einem total subjektiven Level erreichen kann. Wenn ich z. B. über POSSESSION rede (den ihr ja anscheinend gerade besprochen habt, sehr schön!), dann sage ich auch nicht: “Meisterwerk! Und wer das nicht so sieht versteht nichts von Filmen”. 2001 ist für mich schon fast kein Film mehr. Er ist für mich eher ein post-moderner Videoclip (was keine Kritik sein soll) und daher fühlt es sich für mich immer ziemlich komisch an, wenn gerade der so oft als “bester” Film empfunden wird.

    Der zweite Film ist FEAR AND LOATHING IN LAS VEGAS, der für mich nicht viel mehr als eine stumpfe Drogenorgie ist und ich enorme Probleme habe, den als Lieblingsfilm anderer zumindest zu respektieren. Ich hab den echt kaum durchgehalten. Ist für meinen Geschmack ebenfalls ein enorm subjektives Ding. Warum ich mit enorm starker subjektiver Filmbewertung anscheinend mehr Schwierigkeiten habe als andere sage ich am Ende noch.

    Nerdtalk nennen BOYHOOD und MATRIX REVOLUTIONS. Da sag ich mal ganz leise: WTF!!! Das ist wohl ähnlich weit von meinem Filmhorizont entfernt wie die zwei eben genannten Werke (zu letzterem empfehle ich die Episode eines gewissen “Second Unit” Podcasts, wo ich mich stundenlang über die Probleme dieses Films auslasse, hust). Die ansonsten so angesprochenen Werke und vor allem auch die von euch genannten kann ich da weitaus besser verstehen. FIGHT CLUB und ETERNAL SUNSHINE sind großarartig und selbst SCOTT PILGRIMM fand ich echt stark (bei letzterem hatte mich das ziemlich überrascht, da ich selten überdrehte Komödien mag). Gut, SINGING IN THE RAIN würde ich allerdings keine zwei Minuten durchhalten 😉

    Insgesamt ist es natürlich immer interessant, sich mit dem Thema Lieblingsfilm zu befassen, auch wenn ich oft ziemlich verwundert bin, was für Filme manchen Leuten anscheinend so viel bedeuten. Ich persönlich bin da übrigens weniger in der Nostalgie-Fraktion anzusiedeln. Die wenigsten meiner Lieblingsfilme kenne ich schon seit meiner Kindheit (ein paar gibt’s, sind aber eher die Ausnahmen) und ich bin mir ziemlich sicher, dass ich keinen davon hauptsächlich aus Nostalgie so hoch einschätze. Die ASTERIX-Filme, der erste NINJA TURTLES oder das DSCHUNGELBUCH finde ich z. B. sicherlich vor allem aus Nostalgie total toll, aber die kommen für mich dann doch nicht nach ganz oben.

    Ich gehöre dafür aber ganz klar in die “Filme wachsen”-Fraktion. INGLOURIOUS BASTERDS ist für mich einer der wenigen instant-Lieblingsfilme gewesen. Viele wie APOCALYPSE NOW, OLDBOY, AKIRA, GHOST IN THE SHELL oder THE WILD BUNCH haben mehrere Sichtungen gebraucht, um ihre volle Wirkung auf mich zu entfalten und das gehört wohl oft einfach dazu.

    In einem Aspekt unterscheide ich mich aber vermutlich ein wenig von vielen anderen. ich habe von meinen ca. 1100 Filmbewertungen 32 mal die 10 vergeben. Und jetzt das Interessante: Keiner dieser Filme (bis auf zwei Trashfilme, die ich da jetzt ausklammer würde) hat bei IMDb weniger als 7,5 Punkte (die meisten sogar noch weitaus mehr) und wird nicht auch generell als Klassiker des Genres bzw. Meisterwerk gehandelt. Das heißt also wohl, dass ich einen verhältnismäßig wenig subjektiven Filmgeschmack habe. Generell anerkanntes filmisches Handwerk scheint mir besonders wichtig zu sein. Natürlich ist es trotzdem immer noch subjektiv, aber insgesamt kommen für mich viele Filme überhaupt nicht für meine persönlichen Lieblingsfilme infrage, da ich so viele “formale” Schwächen bei ihnen wahrnehme. Ich habe das Gefühl, dass die meisten Leute da viel subjektiver rangehen. Früher war z. B. BRAVEHEART einer meiner Lieblingsfilme, aber wenn ich den heute schaue, sehe ich da enorm viele kitschige und arg konstruierte Charaktere und der Film funktioniert bei weitem nicht mehr so sehr wie früher. Auch wenn ich nicht Filmwissenschaft studiere, gucke ich Filme auch immer sehr stark mit dem Kopf. Ich könnte es für mich wohl so auf de Punkt bringen: bevor mein Kopf nicht zufrieden ist, kann auch mein Herz nicht berührt werden.

    • Auf deine erste Frage, ob ernst oder nicht, könnte ich dir sowieso keine Antwort geben. Aber immerhin: Ich mag Musicals auch sehr gerne und wahrscheinlich gibt es niemanden der WALL-E nicht zumindest mögen kann – aber als Lieblingsfilme muss man diese olle Kamellen ja nun wirklich nicht verheizen 😉

      Was deine Bemerkungen zu 2001 betrifft, so sehe ich das nicht ganz so drastisch. Ich verbeuge mich tief vor Kubricks (meiner Meinung nach) bestem Film, der auf jeden Fall zu den besten aller Zeiten gehört. Als Lieblingsfilm kann ich ihn trotzdem nicht bezeichnen (mit anderen ganz großen Klassikern wie CITIZEN KANE, CALIGARI oder VERTIGO). Aber bei einem Lieblingsfilm brauche ich keine stichhaltige Begründung. Dieser eine (oder eben auch im Falle meiner Kollegen mehrere) Lieblingsfilm zeichnet sich aus (welchem Grund auch immer) dadurch aus, dass man ihn ins Herz geschlossen hat und nahezu jederzeit schauen könnte.

      Insofern ist ja der Lieblingsfilm (wie ohnehin jede Filmbewertung) völlig subjektiv. Natürlich kann man versuchen mit möglichst objektiven Blicken der Tatsache auf den Grund zu gehen, warum dieser oder jene Film nicht oder sehr bei einem anschlug. Ich bin ja auch jemand im Podcast, der sehr gerne mal versucht zu ergründen, warum mich etwas stört (sehr viel öfter im Vergleich zu den Dingen, die mir gefallen), aber letztlich mache ich mir nichts vor: Was ich für die CineCouch mache und auch in den meisten Gesprächen mit Freunden und Bekannten über Filme ist ganz klar meine persönliche, subjektive Sicht. Die objektive (oder inter-subjektive) darf ich mir für mein Studium aufheben und da ist sie ganz gut untergebracht.

      Ich musste gerade auch überlegen, ob ich denn eher ein Kopf- oder Herz/Bauch-Typ bei Filmen bin… Ich kann mich da gar nicht so richtig festlegen, denn gerade bei meinem Lieblingsfilm und jenen, die diesem auf dem Treppchen folgen (STAR WARS, INDY, usw.) verzeihe ich ihre Logiklöcher und Fehler ohne jegliches Wenn und Aber. Bei neuen Filmen, bzw. Erstsichtungen gehe ich die Sache deutlich verkopfter an, was wohl auch meinem Kommentar, dass in den vergangenen Jahren kein Film rauskam, der für mich als Lieblingsfilm in Frage käme, konsistent unterstützen würde. Wenngleich Filme wie BOYHOOD oder FAULT IN OUR STARS (auch durch ihr Genre) mich vor allem emotional berührten (das passt gerade auch so gut, zu der Literatur, die ich für meine Bachelor-Arbeit durchackere) und deswegen ein ähnliches Gefühl von Wonne ausstrahlen wie bspw. FIGHT CLUB in der puren Erwartung, den Film wieder mal zu sehen…

      Obwohl es erst nicht so anmutet, ist dieses Thema Lieblingsfilm doch deutlich interessanter als zuvor gedacht und bietet mir auch jetzt noch einiges an Raum an Gedanken…

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