CineCouch – Folge 211: Blade Runner 2049

Hallo zusammen!

Obwohl wir natürlich alle gerade mitten im House of #Horrorctober stecken, machen Niels und Michi diese Woche einen Ausflug ins Sci-Fi-Genre. Etwa 35 Jahre nach dem legendären ersten Teil ist nun die Fortsetzung BLADE RUNNER 2049 von Denis Villeneuve in den Kinos. Zwar ist Harrison Ford auch wieder mit von der Partie, allerdings jagt dieses Mal Ryan Gosling die geflohenen Replikanten. Dabei geht es erneut um die Frage nach dem Kern der Menschlichkeit, die Bedeutung der Augen und eine düstere Zukunftsvorstellung. Dies und noch viel mehr wird mit ganz viel Spoilerei und ein wenig Verwirrtheit besprochen. Das Internet überschlägt sich vor Begeisterung – wir auch?

Viel Spaß!

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BLADE RUNNER 2049 in der IMDb
BLADE RUNNER 2049 auf Letterboxd

 

2 Gedanken zu „CineCouch – Folge 211: Blade Runner 2049

  1. Oh, beim zuhören wird sehr klar wie Superhelden Filme mittlerweile unsere Sehgewohnheiten beeinflussen.

    Wir folgen in diesem Film einem Mann der in etwas verstrickt wird das viel größer ist als er selbst. Man fängt an zu begreifen, dass unser Hauptdarsteller eigentlich nur ein Nebencharakter im großen Plot ist und wir, als Zuschauer, nur Funken des Ganzen zu sehen bekommen.

    Blade Runner ist nicht die Geschichte der Rebelion sondern das persönliche Schicksal eines Androiden, der nur zufällig diese anderen Ereignisse streift.

    Grade das finde ich am Film so interessant.

    Villeneuve selbst hat gesagt er habe die Geschichte, die er in dieser Welt erzählen wollte, zu Ende erzählt.
    Aber statt den Film nun als abgeschlossene Einheit zu sehen, kommt stattdessen die Erwartungshaltung das es doch wieder ein Franchise sein muss, dass wir doch bitte die epische Heldengeschichte brauchen. Es wird vermutet das hier nur ein Setup für ein Franchise gesetzt werden soll. Das verhindert doch nur den Film alleinstehend überhaupt zu bewerten.

    Ich habe für diese Erzählweise einen sehr passenden Vergleich zu Kafkas Prozess gehört. Vermutlich würde man heute auch bei seinem Roman auf den zweiten und dritten Band warten.

    • Deine Meinung in allen Ehren, aber das „ihr habt es nicht verstanden“-Argument ist dann doch sehr ausgelutscht.

      BR2049 ist eine Fortsetzung, die u.a. Themen, Motive und den Protagonisten des Originals nutzt. Zudem wurde sie zum Kinostart von drei Kurzfilmen flankiert, die Entwicklungen zwischen BR und BR2049 erzählen und von Villeneuve selbst in Auftrag gegeben wurden. Da liegt der Gedanke nun wirklich nahe, über den Tellerrand des Films selbst hinauszublicken und ihn als Teil eines größeren Universums zu verstehen.

      Aus meiner Sicht reißt Villeneuve viele Ideen und Handlungsstränge an, ohne sie entscheidend weiter zu denken. Das sehe ich nicht als zu Ende erzählte Geschichte, auch wenn Villeneuve widersprechen mag. Und hier liegt der Unterschied zu Kafka: Seine Protagonisten erfahren keine Auflösungen, seine Themen sind dagegen auf den Punkt. Bei Villeneuve bin ich jedoch als Zuschauer derjenige, den das bürokratische Gericht/die aus meiner Sicht unzureichende Erzählung frustriert.

      Wie gesagt: Meine Meinung. Die muss man nicht teilen. Aber aufgrund von anderen Ansichten anzunehmen, das Gegenüber sei ein Kafka-unkundiger Superhelden-Geschädigter? Come on…

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