CineCouch – Folge 84: Jahresrückblick 2014

Folge 84Hallo zusammen – und ein frohes und erfolgreiches Neues Jahr!

Wie angekündigt lassen wir die Winterpause hinter uns und haben uns zu fünft zusammengesetzt, um noch ein letztes Mal zurückzuschauen und 2014 auch im Podcast abzuschließen. Anders als in den vergangenen Jahren präsentieren wir euch keine gemeinsame CineCouch-Top-10, da sich unser Filmkonsum zu sehr diversifiziert hat. Deshalb stellen Daniel, Jan, Michi, Niels und Paul euch jeweils 5 Filme vor, die in diesem Jahr besonders waren – übrigens in keiner festen Reihenfolge.
Da wir die Zeit diesmal arg strapaziert haben, bieten wir euch gleich zu Beginn des Jahres wieder die Shownotes.

Wir wünschen euch viel Spaß!

Shownotes:

0:00:19 – Wir sind zurück! / Begrüßung


0:05:24 – THE WOLF OF WALL STREET (Niels) – (Blu-ray/DVD) > Folge 35
0:12:06 – THE DROP (Michi) – (Blu-ray/DVD)
0:18:03 – GRAND BUDAPEST HOTEL (Paul) – (Blu-ray/DVD) > Folge 43
0:21:43 – THE SECRET LIFE OF WALTER MITTY (Daniel) – (Blu-ray/DVD) > Kritik
0:26:27 – CLOUDS OF SILS MARIA (Jan) – (Blu-ray/DVD)


0:32:49 – SNOWPIERCER (Niels) – (Blu-ray/DVD) > Folge 82
>> Youtube: Every Frame A PaintingNerdwriter1
0:39:16 – THE FAULT IN OUR STARS (Michi) – (Blu-ray/DVD)
0:46:55 – GODZILLA (Paul) – (Blu-ray/DVD) > Folge 53
0:54:20 – HER (Daniel) – (Blu-ray/DVD) > Folge 45
1:03:31 – Deux Jours, Une Nuit – (Blu-ray/DVD)


1:10:49 – MISTAKEN FOR STRANGERS – (Blu-ray/DVD) > Kritik
1:15:06 – WITCHING&BITCHING – (Blu-ray/DVD)
1:22:02 – NOAH – (Blu-ray/DVD) > Folge 47
1:26:31 – STEREO – (Blu-ray/DVD) > Folge 54
1:31:15 – UNDER THE SKIN – (Blu-ray/DVD)


1:44:27 – GONE GIRL (Blu-ray/DVD) > Kritik
1:55:45 – BLUTGLETSCHER (Blu-ray/DVD)
2:03:53 – DER SAMURAI (Blu-ray/DVD)
2:11:40 – GUARDIANS OF THE GALAXY (Blu-ray/DVD) > Folge 69
2:18:41 – 20.000 DAYS ON EARTH (Blu-ray/DVD)


2:23:46 – NEBRASKA (Blu-ray/DVD)
2:31:55 – BLUE RUIN (Blu-ray/DVD)
2:35:54 – THE RAID 2 (Blu-ray/DVD) > Folge 64
2:42:35 – NIGHTCRAWLER (Blu-ray/DVD) > Folge 79
2:50:31 – PHOENIX (Blu-ray/DVD)


2:59:10 – Verabschiedung

5 Gedanken zu „CineCouch – Folge 84: Jahresrückblick 2014

  1. Entweder ich habe die Ironie überhört, oder ich bin vollkommen perplex, wie man bei SNOWPIERCER genau das Gegenteil der Message des Films als solche herausliest. Beziehe mich auf Jan’s Aussage: “Dass der Film am Ende aussagt, jeder habe seinen festen Platz in der Gesellschaft hat mir auch nicht so gefallen”. Genau das ist doch eben NICHT die Message, sondern Bong (früher Mitglied der SOZIALISTISCHEN Partei Südkoreas) erzählt davon dass eine solche Ideologie fehlgeleitet + falsch ist, zu Faschismus und Intoleranz führt und solch eine Gesellschaft zum Scheitern verurteilt ist (was am Ende des Films ja passiert). Das wollte ich los werden!

    Ansonsten ein schön vielschichtiger Jahresrückblick, der mir Zeitweise fast einw enig zu chaotisch war – nicht inhaltlich, sondern weil viel durcheinander geredet wurde. Aber das hat ja auch irgendwie Charme 😉

    Macht in 2015 einfach weiter wie bisher, ist nämlich gut so!
    Greets, euer CHacker!

    • Dann muss ich das auch ganz klar stellen: Keine Ironie von meiner Seite. Der Film endet damit, dass die totalitäre Gesellschaft des Zuges scheitert, aber wie gelingt das? Um den Zug zu stoppen muss jeder der überlebenden Helden an genau seinem Platz stehen, seinen ganz bestimmten Teil dazu beitragen, dass der Zug gestoppt wird – das fand ich irgendwie inkonsequent. Das formuliert der Film nicht explizit heraus, kam mir aber in der Inszenierung durchaus so vor. Die Erinnerung an den Film, an dem ich – wie gesagt – weder intellektuell noch auf stumpfe Art und Weise Spaß hatte, verblasst allerdings auch zusehends.

      • Aber die Beiträge zur Stürzung des Systems haben doch gar nichts mehr mit den definierten Klassen in der Gesellschaft zu tun. Das System stürzt, WEIL die Menschen der niedrigsten Klasse ihr Recht auf Gleichheit einfordern. Dadurch dass (Vorsicht an andere Mitleser: SPOILER) Wilford am Schluss Curtis anbietet seinen Platz einzunehmen, macht Bong in meinen Augen sogar noch das Statement, dass Revolutionen zu nix führen, so lange das System beibehalten wird. Durch die Zerstörung und den unbelasteten Neuanfang der zwei jüngeren Menschen geht es bei Null los und nur so geht es nach Bong – Rest und Neuanfang, weil die herrschenden Zustände ZU falsch waren, um sie irgendwie wieder hin zu kriegen.

        • Okay, ich glaube, ich erkenne unsere unterschiedlichen Sichtweisen. Meine Perspektive ist nicht inhaltlich gemeint. Natürlich brechen die Charaktere das System auf und agieren eigenständig.
          Ich empfinde das Ende nur eben in der Auflösung der Szene, in der eben gezeigt wird, wie die Handlungen der Helden ineinandergreifen, als wären sie perfekt abgestimmt (was sie ja faktisch beim Dreh auch waren) – und da geht Bong doch strategisch genauso vor wie die Gesellschaft, die im Film portraitiert wird.

          Inhaltlich wird mit dem System natürlich abgeschlossen, es wird bezwungen und überwunden.

          Ich hoffe, meine Perspektive ist jetzt verständlicher ausgedrückt.

          • Ich kann irgendwo Jans Sichtweise verstehen, teile sie aber nicht. Dass die Rädchen ineinander greifen, ist letztendlich ja kein Teil eines Masterplans, sondern Zufall und Glück für die beiden Koreaner, die so ihren Plan umsetzen können. Es wird für mich vielmehr aufgezeigt, wie viele Faktoren stimmen müssen, um einen radikalen Neuanfang zu ermöglichen.
            Dass die Handlungen ineinandergreifen sehe ich lediglich als Teil einer Konvergenzmontage, die ihren Höhepunkt in der Entgleisung bzw. im Scheitern des Systems findet. Und das eben gerade deshalb, weil zum Beispiel Curtis nicht seinen Platz beibehält und als Revolutionsführer zum neuen Wilford wird, sondern sich explizit dagegen entscheidet und bereit ist, ein Opfer zu bringen und sich den Koreanern anzuschließen. Dies wiederum ist ganz klar eine Entscheidung seitens Curtis und nicht seine angestammte Position.

            Ansonsten kann ich nur noch einmal auf die beiden Videos verweisen, die imho sehr deutlich aufzeigen, wie Bong seine Bilder mit Bedeutungen versieht.

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