CineCouch – Folge 179: Arrival

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Hallo zusammen!

Denis Villeneuves neuestes Sci-Fi-Werk hat mittlerweile die Leinwände der hiesigen Lichtspielhäuser erreicht. Das heißt für uns, dass wir endlich ergründen können, was es mit den imposanten Alienschiffen auf sich hat. Invasion oder E.T. 2.0? So oder so bringt ARRIVAL genügend Gesprächsstoff mit sich, dem wir natürlich Abhilfe schaffen möchten! Dabei sei gleich gesagt, dass im Gespräch zwischen Daniel und Michi nicht nur überschwänglich gelobt wird, denn nur eine(r) von beiden schwimmt auf der derzeitigen Euphoriewelle mit. Nun wünschen wir euch aber genauso viel Spaß wie wir bei der Aufnahme dieser Folge hatten!

+++ Spoilerfrei bis etwa 01:16:00! +++

All right, here we go quiet. Roll’em!

ARRIVAL in der IMDb
ARRIVAL auf Letterboxd

Weiterer Podcast über Villeneuves bisheriges Werk:

CineCouch – Folge 157:Prisoners

 

TRAILER.:

4 Gedanken zu „CineCouch – Folge 179: Arrival

  1. Habe den Film letztes Wochenende im Kino gesehen und muss sagen, dass mir dieser Film super gefallen hat. Sehr weit weg von dem Mainstream- und Action-Kino eines z. B. Michael Bay aber gerade deshalb umso hypnotischer, berauschender oder einfach nur ganz großes Kino. Vielleicht muss ich/man auch erst ein gewissens Alter (Ende 30) erreicht haben um solche Genrefilme schätzen und lieben zu lernen. Natürlich ist dieser Film nicht perfekt – aber welcher Film ist das schon. Ein ganz klare Sehempfehlung an alle, die sich auf einen langsam erzählten Film einlassen wollen und können. Oder wie es der YouTub-Filmkritiker Chris Stuckmann ausgedrückt hat: ein Mix aus Interstellar, Signs und Encounter of the third kind. Viele Grüsse T-mo
    P.S. habe diesen Kommentar vor dem Hören eures Podcasts verfasst #justSaying 🙂

    • Ich kann dir nur zustimmen! Egal ob du mittlerweile den Podcast gehört hast oder nicht: selbst mit Mitte 20 entfaltet Arrival meiner Meinung nach seinen Zauber, wenn man es schafft, sich auf seine ruhige, erhabene Gangart einzulassen.
      Ich würde Arrival sehr gerne als Prototypen für weitere kluge Sci-Fi-Perlen in den nächsten Jahren sehen. Falls er diesen Stein des Anstoßes tatsächlich symbolisiert, muss man ihn umso mehr hochleben lassen. 🙂

  2. Also ich bin auch Ende 30, aber kann mit dem Film nicht viel anfangen. Ich bin schon kein Freund von zu offenen Enden, aber Arrival lässt ja alles mögliche offen. Ich dachte ich habe wesentliches nicht verstanden und habe mir dann den Podcast hier gesucht und angehört. Erkenntnis, nein ich habe alles verstanden, es war nur nicht mehr an Inhalt im Film.
    Also Contact hat schon ein Ende was mir nicht wirklich gefällt, obwohl es ein super Film ist. Und Wenn Contact eine 10 ist, dann ist Arrival für mich nur eine 4.
    Wenn man in der Gegenwart schon die Zukunft kennt, führt das doch unweigerlich zu verschienden Zukunften (falls es die Mehrzahl überhaupt gibt, ich denke schon da hört unsere Sprache auf), es sei denn, jeder ist quasi der Prophezeiung hörig, wie die Protagonisten “Amy”. Somit würde doch ein komplettes Chaos entstehen und wenn man das mit den Zeitreisetheorien verknüpft, zu unendlichen Zeitlinien (Paralelluniversen). Kurz es ist Mindblowing. Ich kann mir nicht vorstellen, wie der Mensch derzeitig damit umgehen könnte, die Zukunft zu kennen. Das würde ja in einem kompletten Chaos enden. Jeder würde ja fortlaufend versuchen, die Zukunft für sich bestmöglich zu optimieren.

    • Hallo Marco,
      weiß gar nicht so genau, warum das Alter bei den Kommentaren dieses Films so eine große Rolle spielt – ich war ja nicht Teil des Podcasts, habe den Film aber gesehen.
      Ich denke, man sollte sich bei ARRIVAL nicht zu sehr detaillierte Plot-Gedanken machen, weil der Film (wie so viele Filme mit Zeitreisen) einige Paradoxa bereithält. Wenn man sich aber auf interpretatorische Pfade begibt, hat der Film doch einige sehr interessante Punkte:
      1. Für mich das wichtigste Thema überhaupt in diesem Film (gerade in den Zeiten der großen Verunsicherung und Spaltung der Gesellschaft) ist die globale, menschliche Zusammenarbeit. ARRIVAL nutzt das Genre des Sci-Fi-Films sehr geschickt, um den Topos der Aliens als Invasoren umzukehren und aufzuzeigen, dass in Phasen vermeintlich drohender Gefahr (oder nennen wir es einer extern aufkommenden Aufgabe (Flüchtlingskrise z.B.)) die Menschheit auf die Probe gestellt wird. Der Film legt eine klare soziale und politische Marschrichtung vor, die zu einer Lösung führen kann – gemeinsam arbeiten, miteinander sprechen und sich gegenseitig helfen.

      2. Zu deinem großen “Mindfuck”: Ist die viel wichtigere Botschaft nicht, dass sich Amy Adams Charakter trotz des Wissens, dass ihre Tochter im frühen Alter sterben wird, für das Kind entscheidet? In Zeiten von Diskussionen um Pränataldiagnostik hat der Film auch ein sehr entscheidendes Statement abgeliefert, finde ich: Das Leben ist immer wertvoll und ihm gilt immer der Vorrang.

      Dass der Film mit seiner Hypothese, alle Menschen können durch die Aliensprache lernen, die Zukunft vorauszusehen, ein großes Fass aufmacht, dass er nicht füllen kann, will ich gar nicht bestreiten. Ich denke nur, man kann über den vorliegenden Filmtext hinaus doch einige wichtigere Botschaften ziehen. Und ganz am Rande: Der Film umgeht diese Frage ja auch ganz bewusst, in dem er die Geschichte um Amy Adams und ihre Familie erzählt, nicht etwa um die Gabe der Aliens.

      Hoffentlich kannst du mit dieser (späten) Antwort etwas anfangen.

      Gruß

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