Die ’90er Jahre sind zwar bekannt für ihre bombastischen Verfolgungsjagden, ihre furchtbare Musik und noch viel schlimmere Frisuren, aber haben daneben auch noch echte Probleme. LA HAINE von dem damaligen Regie-Wunderkind Matthieu Kassovitz ist unser erster Ausflug auf den europäischen Kontinent und ein knallhartes Sozio-Drama. Dass der Film weitaus mehr ist, als Schwarz-Weiß-Malerei, darüber wissen Jan, Niels und Paul zu berichten.
Während sich die Blicke der Weltöffentlichkeit kürzlich gen Cannes richteten, um den aktuellen Wettbewerb zu beobachten, schaffte es hierzulande einer der letztjährigen Preisträger gerade erst ins Kino. Die Rede ist vom in der Reihe Un Certain Regard prämierten FRUITVALE STATION, der außerdem in Sundance den Publikums- sowie Jury-Preis erringen konnte. Das Regie-Debüt von Ryan Coogler ist kraftvoll, geht an die Nieren, trifft bisweilen aber auch fragwürdige Entscheidungen.
Ich schätze mal, damit hättet ihr nicht gerechnet: Da startet am Donnerstag (also bei Erscheinen dieses Textes heute) ein vielversprechender französischer Film in den deutschen Kinos und der Jan meint dann gleich wieder seinen Senf dazu geben zu müssen – ich will euch also nicht enttäuschen. Und ob LA VIE D’ADÈLE, CHAPITRES 1 & 2 eine Enttäuschung war oder die Erfüllung aller (Cineasten-)Träume, erfahrt ihr nach dem Klick.
Womöglich klang es in dem ein oder anderen Podcast schon einmal an oder ihr erinnert euch vielleicht an die Kritik zu L’ÉCUME DES JOURS zurück. Jedenfalls ist der Jan ja so ein kleiner nicht ganz so heimlicher Freund des französischen Kinos. Dass der neue Film von Francois Ozon ihn also ins Kino lockte, ist keine Verwunderung. Ob ihm der Film gefällt? Lasst euch überraschen: